Arrival investiert in Produktion für Hochspannungsbatteriemodule

Arrival investiert in Produktion für Hochspannungsbatteriemodule
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Arrival

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Der Elektrofahrzeug-Hersteller Arrival aus Großbritannien setzt bekanntermaßen auf sogenannte Mikro-Fabriken, um die eigenen E-Transporter zu produzieren. Neben Europa richtet das Unternehmen hierbei seinen Fokus auch auf die Vereinigten Staaten. eben dort soll ein Montagewerk für Hochspannungsbatteriemodule (HVBM) in Charlottes West Side errichtet werden. 150 Arbeitsplätze geschaffen und etwa 11,5 Millionen US-Dollar investiert werden.

Mit dem Werk in Charlottes West Side nimmt man die dritte Produktionsstätte in Betrieb, einschließlich des nordamerikanischen Hauptsitzes in South End und der Van Microfactory, die sich ebenfalls in der West Side befindet. Gefertigt werden in der neuen Produktion die eigenen Batteriemodule, welche in allen Plattformen verwendet werden können. Wie das Start-Up ausführt setzen die Batterien auf ein hauseigenes Design, welches sich in die Plug-and-Play-Hardware- und Software-Architektur von Arrival ein fügt. Hierdurch sei Skalierbarkeit, Aufrüstbarkeit und einfache Reparatur- und Wartungsmöglichkeiten gegeben. Arrival wird es durch den eigenen Batterie-Ansatz möglich sein nur ein Modul anstelle eines ganzen Pakets zu ersetzen, was sowohl Kosten als auch Ausfallzeiten spart.

Die in Charlotte gefertigten Batterie-Module werden konkret im Arrival Bus und Van eingesetzt, welche in den nahe gelegenen Microfactories produziert werden. Die lokale HVBM-Anlage wird ein Schlüsselelement der umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie von Arrival sein – da sie sich vor Ort befindet und leicht aufrüstbare Komponenten herstellt, die die Lebensdauer des Fahrzeugs verlängern können. Die breitere Strategie umfasst auch das Ziel einer abfallfreien Produktion und die Verwendung von recycelbaren Verbundwerkstoffen für die Fahrzeugkarosserie, die haltbarer sind als Stahl und nicht lackiert werden müssen.

„Indem wir die Montage unserer firmeneigenen Hochspannungsbatteriemodule ins Haus holen, streben wir eine möglichst hohe vertikale Integration an. Dadurch haben wir eine noch bessere Kontrolle über die Funktionalität und die Kosten unserer Produkte und können diese Kosteneinsparungen an den Kunden weitergeben, während wir gleichzeitig auf unser Ziel einer abfallfreien Produktion hinarbeiten.“ – Mike Ableson, CEO von Arrival Automotive

Gouverneur Roy Cooper zeigt sich erfreut über die Niederlassung von Arrival: „North Carolina ist führend in der Entwicklung und Sicherung unserer sauberen Energiezukunft, und wir freuen uns, dass Arrival Automotive seinen Betrieb für Elektrofahrzeuge in Charlotte ausbaut. Unsere hochqualifizierten Arbeitskräfte und die boomende Industrie für saubere Energie werden dem Unternehmen helfen, das Ziel zu erreichen, Elektrofahrzeuge für alle erschwinglich und zugänglich zu machen.“ Darüber hinaus arbeite das Unternehmen mit  Stadt Charlotte zusammen, um die Ziele des Strategic Energy Action Plan (SEAP) zu erreichen, der Strategien für saubere Energie mit den Schwerpunkten Verkehr, Gebäude, Energieerzeugung und gerechte Entwicklung der Arbeitskräfte umreißt. Arrival ist davon überzeugt, dass sein transformativer Ansatz den Städten die Lösungen bieten kann, die sie benötigen, um nachhaltige städtische Umgebungen und außergewöhnliche Erfahrungen für ihre Bürger zu schaffen.

„Wir sind begeistert, dass Arrival weitere Arbeitsplätze und Investitionen in Charlottes West Side bringt“, sagte Bürgermeisterin Vi Lyles. „Diese Ankündigung baut weiter auf unserer Arbeitspartnerschaft auf und ich freue mich darauf, dauerhafte Ergebnisse in unserem gemeinsamen Ziel, eine grünere Stadt zu schaffen, zu erzielen.“

Quelle: Arrival – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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