Alpine A110: Vom Klassiker zum E-Sportwagen

Alpine A110: Vom Klassiker zum E-Sportwagen
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Alpine | Alpine A110 GTS

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Alpine läutet das Ende einer Ära ein – und zugleich den Beginn einer neuen. Mitte 2026 wird in der traditionsreichen Manufaktur Jean Rédélé in Dieppe die Produktion der aktuellen A110 eingestellt. Das Leichtbau-Coupé, seit 2017 das Aushängeschild der wiederbelebten Marke, hat die Verbindung aus Agilität, Präzision und französischem Stil neu definiert. Mit rund 30.000 gebauten Exemplaren schließt Alpine ein Kapitel, bevor sich die Marke ganz der Elektromobilität zuwendet.

Die Wurzeln der A110 reichen bis ins Jahr 1962 zurück, als Firmengründer Jean Rédélé seine erste Berlinette auf die Straße brachte. Ihr Erfolg in der Rallye-Weltmeisterschaft prägte das Image der Marke nachhaltig. Die Neuauflage von 2017 griff genau diese DNA auf – leicht, direkt, fahraktiv. Auch am Ende ihres Lebenszyklus blieb die Nachfrage stabil, ein Beleg für die Loyalität ihrer Fangemeinde.

Nun steht der Schritt in die elektrische Zukunft bevor. Die künftige A110 soll als erster Sportwagen auf der neuen Alpine Performance Platform (APP) entstehen, die vollständig für Elektromodelle entwickelt wird. Sie soll das Fundament für die kommenden Jahre bilden und zeigen, dass sich Fahrdynamik auch ohne Verbrennungsmotor erreichen lässt.

Ein Vorgeschmack auf diesen Wandel war 2022 die A110 E-ternité. Das Konzept zeigte, wie sich das bekannte Chassis mit einem elektrischen Antrieb kombinieren lässt. Die Batterien waren dabei sowohl vorne als auch hinten verbaut, um die gewohnte Balance und Agilität zu bewahren. Robert Bonetto, Vice President Alpine Engineering, betonte im Sommer 2024 allerdings: „Eine direkte Transformation der A110 mit Elektroantrieb wird es nicht geben.“ Statt einer einfachen Umrüstung dürfte also ein komplett neues Modell entstehen.

Welche Technik dabei zum Einsatz kommt, bleibt offen. Beobachter verweisen auf den Renault 5 Turbo 3E als mögliches technisches Vorbild. Dessen Architektur mit zwei Radnabenmotoren an der Hinterachse, 800-Volt-Batterie und rund 400 Kilowatt Systemleistung könnte Anhaltspunkte liefern, wohin die Reise geht – auch wenn Alpine dazu bislang keine Angaben macht.

Klar ist nur, dass die elektrische A110 eine Schlüsselfigur in der künftigen Modellfamilie spielen wird. Zusammen mit der kompakten A290 und dem geplanten Elektro-Crossover A390 soll sie die Marke in das vollelektrische Zeitalter führen – ohne ihre sportliche Identität zu verlieren.

Quelle: Alpine – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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