AKASOL sichert sich Auftrag mit Gesamtvolumen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Akasol konnte sich von einem weltweit führenden Nutzfahrzeughersteller einen weiteren großen Folgeauftrag mit einem Gesamtvolumen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sichern. Ab 2021 bis Ende 2027 wird man die dritte Generation von Hochenergie-Batteriesystemen für verschiedene Elektrofahrzeuge des weltweit operierenden Kunden liefern.

Bereits im Februar diesen Jahres wurde der bestehende Rahmenvertrag über die Lieferung der zweiten Batteriesystemgeneration im mittleren bis oberen dreistelligen Millionen-Euro-Volumen ausgeweitet. Aufgrund der bisher erfolgreich verlaufenen Zusammenarbeit wird dieser Vertrag deutlich ausgeweitet.

„Wir sind stolz darauf, dass unser langjähriger Kunde uns erneut das Vertrauen geschenkt hat, die bisher sehr erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbaut und dass AKASOL damit weiterhin Lieferant einer strategisch wichtigen E-Mobilitätskomponente für verschiedene Elektrofahrzeuge dieses Global Players ist.“ – Sven Schulz, CEO der AKASOL AG

Akasol entwickelt Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystem stetig weiter

Akasol liefert bereits die erste Generation des Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystems vom Typ AKASystem OEM PRC mit einer Speicherkapazität von 50 kWh an mehrere Geschäftsbereiche des Kunden. Ab 2020 folgt die zweite Generation des AKASystem OEM PRC mit 66 kWh Speicherkapazität, die nahezu baugleich zur ersten Generation ist, jedoch ca. 30% mehr Energie liefert und schnellladbar ist.

Ab 2021 folgt dann die dritte Batteriesystemgeneration. Diese verfügt über eine sehr hohe Energiedichte und soll somit hauptsächlich in Fahrzeugen mit hoher Reichweite eingesetzt werden. Dabei werden sich die Abmessungen gegenüber der Vorgängergeneration nicht verändern.  Jedoch wird dieses System mit einer sehr hohen Speicherkapazität von ca. 100 kWh pro Pack nahezu die doppelte Energiemenge bereitstellen.

Möglich wird diese hohe Speicherkapazität durch die neu entwickelten zylindrischen Zellmodule vom Typ AKAModule CYC. Durch den Einsatz dieser Batteriesystemtechnologie können je nach installierter Energiemenge Reichweiten für elektrische Busse oder LKWs von bis zu 700 km im Realbetrieb erreicht werden. Darüber hinaus bleibt auch die dritte Generation schnellladefähig und kann mit Leistungen von bis zu 500 kW geladen werden. Die Batteriesysteme werden ab 2021 am neuen Hauptsitz in Darmstadt und ab 2022 in der neuen US-Produktionsstätte in Detroit, Michigan, produziert.

„Durch den erheblichen Anstieg des Auftragsbestands, der mit dem erweiterten Großauftrag für die neue Systemgeneration einhergeht, erwarten wir gegebenenfalls Verschiebungen in der zeitlichen Abarbeitung bestehender Serienprojekte und befinden uns derzeit in intensiver Analyse der damit verbundenen kurzfristigen Ziele für das Jahr 2019.“ – Carsten Bovenschen, CFO der AKASOL AG

Schulz gab zudem zu verstehen, dass Akasol in den kommenden Jahren, wie im Rahmen des Börsengangs angekündigt, massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten investieren wird. „Neben einer jährlichen Kapazität von 800 MWh für 2020 am Standort Langen, werden wir ab dem zweiten Halbjahr 2021 am neuen Hauptsitz in Darmstadt zusätzlich 2 GWh Produktionskapazität anbieten können. Zusammen mit den geplanten US-Produktionslinien wird AKASOL ab 2022 über eine Gesamtproduktionskapazität von bis zu 5 GWh pro Jahr verfügen“, so Schulz weiter.

Quelle: AKASOL – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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