200 weitere Rastanlagen erhalten Schnellladepunkte

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Die Autobahn GmbH des Bundes treibt den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur entlang der Bundesautobahnen weiter voran, schreibt sie selbst in einer Pressemitteilung. Innerhalb des Deutschlandnetzes des Bundes wurde demnach die Ausschreibung für nahezu 1000 Schnellladepunkte an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen erfolgreich abgeschlossen. Die Autobahn GmbH erteilt laut Mitteilung die Zuschläge an Fastned, Eon Drive, die Bietergemeinschaft Autostrom Nord sowie Total Energies. „Bis zum Jahr 2026 werden die Ladepunkte für Elektroautos errichtet sein“, stellt die Autobahn GmbH zudem in Aussicht.

Mit der Erteilung der Zuschläge ist jetzt auch der zweite Teil des Ausschreibungsprozesses für das Deutschlandnetz abgeschlossen. „Das Deutschlandnetz enthält damit in beiden Ausschreibungen insgesamt fast 9000 Schnellladepunkte an über 1000 Standorten und stellt so sicher, dass der nächste Schnellladepunkt überall in Deutschland in wenigen Minuten zu erreichen ist“, heißt es in der Mitteilung. Die Verteilung der Standorte basiere auf einer umfassenden verkehrsplanerischen Bedarfsanalyse der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, die die bereits vorhandene Bestandsinfrastruktur berücksichtige und sowohl die steigende Nachfrage nach Schnellladeinfrastruktur in den kommenden Jahren als auch die sich abzeichnende technische Entwicklung antizipiere.

Wissing: Ladenetz wird dichter

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr (FDP), sagte: „Individuelle Mobilität ist ein hohes Gut in einer freien Gesellschaft. Deshalb freut es mich sehr, dass das Deutschlandnetz jetzt um Schnellladepunkte im bundesweiten Autobahnnetz erweitert wird. Damit wächst das Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer und das Ladenetz an Autobahnen wird spürbar dichter. Unser Ziel ist, dass bundesweit der nächste Schnellladestandort in wenigen Minuten erreichbar ist.“

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, ergänzte: „Um lange Strecken mit dem E-Auto zu bewältigen, müssen die Fahrerinnen und Fahrer verlässlich aufladen können. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten und dabei helfen, Reisen entlang der Autobahnen ohne Reichweitenangst anzutreten. Zudem unterstreicht die Autobahn GmbH damit ihr Engagement für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität auf den Bundesautobahnen.“

4000 Ladepunkte insgesamt vorgesehen

Mit der steigenden Zahl der E-Autos gewinne der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur an den Bundesautobahnen weiter an Bedeutung. Um dem Bedarf gerecht zu werden, setze die Autobahn GmbH das am 1. Juli 2021 in Kraft getretene Schnellladegesetz um und leiste somit ihren Beitrag für eine klimaneutrale und nutzerfreundliche E-Mobilität. „Die Autobahn GmbH sorgt dafür, dass alle Anforderungen hinsichtlich der Ladeleistung, der Anzahl der Ladepunkte, der Zugänglichkeit, des Bezahlsystems und der Verfügbarkeit umgesetzt werden. Das schafft Vertrauen in die Zukunft der Elektromobilität“, führt sie in der Pressemitteilung weiter aus.

Langfristig sollen an den Autobahnen insgesamt 4000 Ladepunkte entstehen. Das Netz sei so geplant, dass alle zehn Minuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen sind.

Quelle: Autobahn GmbH – Pressemitteilung vom 9. Februar 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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