Wie Volkswagen den ID.3 verbessern will

Wie Volkswagen den ID.3 verbessern will
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Volkswagen AG

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Volkswagen hat erst vor wenigen Tagen mit der Produktion der Serienversion seines ID.3 begonnen, die Auslieferungen sollen in gut einem halben Jahr starten. Das Elektroauto ist also noch nicht mal im Alltagseinsatz auf den Straßen unterwegs, da plant Entwicklungsleiter Frank Welsch bereits Upgrades für neue Modellvarianten.

In einem Gespräch mit dem britischen Automagazin Autocar sagte Welsch, es gebe noch „Raum für Optimierungen“. So sei es schließlich auch bei Verbrennungsmotoren, deren CO2-Emissionen aufgrund von Optimierungen durch Ingenieure immer weiter gesunken seien. Der ID.3 sei für VW „ein großer Schritt“, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklungsbemühungen.

In drei Schlüsselbereichen plant Welsch Verbesserungen. Zunächst bei der Reichweite. In seiner Top-Version mit dem größten Akku schafft der ID.3 bereits bis zu 550 Kilometer. Nicht genug, so der VW-Entwicklungsleiter, der der Ansicht ist, dass die Menschen noch mehr Reichweite wollen. Allerdings seien Fortschritte nicht durch größere Batterien vorgesehen, weil dies „mehr Gewicht und mehr Kosten bedeutet. Es geht darum, die Batteriedichte zu verbessern“, sagte er.

„Die Leute lieben leistungsstarke Autos“

Welsch gebe sich auch nicht damit zufrieden, nur den Antriebsstrang auf Elektro umzustellen. „Wir haben mehr Platz und der ID3 fährt sich wie ein GTI“, so Welsch. Aber VW brauche „andere Alleinstellungsmerkmale, die Sie in anderen Autos nicht bekommen.“ VW arbeite deshalb zum Beispiel an einer verbesserten Spracherkennung und intelligenten Head-up-Displays mit Augmented Reality. Dies soll vorrangig der Sicherheit der Insassen dienen. „Wir wollen keine Videospiele machen“, so Welsch.

Auch zu Leistungsvarianten des ID.3 gibt es dem Bericht zufolge Überlegungen. „Die Leute lieben leistungsstarke Autos und geben gerne Geld dafür aus“, sagte Welsch der Autocar. „Das sollten wir auch in der elektrischen Welt haben“. VW zeigte etwa mit dem ID-R-Rennwagen, der unter anderm beim Bergrennen in Pikes Peak und auf dem Nürburgring alte Rekordzeiten pulverisierte, „wie die Leistung der Elektromobilität noch besser sein kann als die der Klassiker. Wir brauchen Allradantrieb und einen leistungsstarken E-Motor.

Quelle: Autocar – Volkswagen R&D boss: how we’ll improve the ID 3

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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