Porsche: 600 Millionen Euro Investment für Zukunft der Mobilität in Leipzig

Porsche: 600 Millionen Euro Investment für Zukunft der Mobilität in Leipzig
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Porsche AG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Bereits ab 2021/ 2022 soll die Produktion des elektrifizierten Kompakt-Geländewagens Porsche Macan, am Standort Leipzig, beginnen. Der Verkaufsstart ist ab 2022 vorgesehen. Damit dies möglich wird – eventuell auch mit einer leichten Verzögerung – investiert Porsche massiv in sein Leipziger Werk. Auf dem gesamten Werksgelände laufen die Vorbereitungen für den Start der Elektromobilität. Alle Baumaßnahmen sind im Zeitplan.

Der neue Karosseriebau für die dritte Generation des Macan, die vollelektrisch sein wird, ist mittlerweile von außen fertiggestellt. Im nächsten Schritt folgt der Anlagenaufbau im Innern des Gebäudes. Wie Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH, zu verstehen gibt habe man in den vergangenen Wochen entscheidende Meilensteine auf dem Weg hin zum Elektro-Standort erreicht. „Die Zeit bis zum Produktionsstart der nächsten Macan-Generation wird herausfordernd. Zugleich bietet sie die Chance, das Werk zukunftssicher weiterzuentwickeln und uns als Mannschaft zu beweisen“, so Rupp weiter.

Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG, ordnet das Investment des Unternehmens ein und gibt zu verstehen: „Seit dem ersten Spatenstich im Februar 2000 haben wir mehr als 1,3 Milliarden Euro in die Entwicklung des Werks investiert. Mit der Erweiterung für die Fertigung rein elektrisch betriebener Fahrzeuge machen wir das Werk fit für die Zukunft.“ Um dies zu erreichen investiert Porsche dafür mehr als 600 Millionen Euro. Im März 2019 wurde der Grundstein für den neuen Karosseriebau mit einer Gesamtfläche von 75.500 Quadratmetern gelegt.

Neben dem neuen Karosseriebau wird insbesondere die Montage wesentlich verändert. Rund um den bevorstehenden Sommer-Betriebsurlaub erweitert Porsche die bestehende Produktionslinie. So können künftig drei verschiedene Antriebsformen – Benzin-, Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge – auf einer Linie gefertigt werden. Für das Porsche Werk Leipzig bedeutet das maximale Flexibilität. Bereits im Februar 2020 gab es Neuigkeiten aus Leipzig.

Unter dem Namen „Porsche Turbo Charging“ brachte der Sportwagenhersteller an seinem sächsischen Produktionsstandort einen neuen Ladepark ans Netz. Im Kundenzentrum nahe der Messestadt sind seit dem zwölf Schnellladesäulen mit 350 kW (Gleichstrom) und vier Ladepunkte mit 22 kW (Wechselstrom) in Betrieb – an sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr und für Kunden aller Fahrzeugmarken. Aktuell verfügt der Standort damit über Europas leistungsstärksten Schnellladepark, der vollständig mit Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben wird.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben seit langem das Know-how im Umgang mit alternativen Antrieben. Sie brennen darauf, neben dem Hybrid auch den Elektroantrieb an den Start zu bringen. Wichtig ist uns, die gesamte Belegschaft bei dem bevorstehenden Wandel mitzunehmen. Daher starten wir schon jetzt mit den Qualifizierungsmaßnahmen für den rein elektrisch betriebenen Macan.“ – Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH

Quelle: Porsche AG – Pressemitteilung vom 06. Juli 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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