Plug-in-Hybrid Suzuki Across startet im Herbst

Plug-in-Hybrid Suzuki Across startet im Herbst
Copyright:

Suzuki

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Bühne frei für den neuen Suzuki Across: Das SUV-Modell verfügt über einen Plug-in-Hybridantrieb und ein elektronisches Allradsystem. Der Across ist das erste Modell, das von der Toyota Motor Corporation im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Toyota und Suzuki geliefert wird. Diese Vereinbarung hat bereits zur gegenseitigen Belieferung von Modellen für relevante Märkte in mehreren Ländern geführt. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für den Herbst 2020 vorgesehen.

Das mutige und sportliche Design, mit welchem Suzuki den Across anpreist, kommt so manchem sicherlich bekannt vor. Im Wesentlichen handelt es sich bei dem Suzuki-Modell um den neuen Toyota RAV4, der nur in wenigen Details verändert wurde, etwa der Frontschürze, den Scheinwerfern sowie den Markenemblemen. Zu den Preisen macht Suzuki noch keine Angaben. Zur groben Orientierung: Der RAV4 Plug-in von Toyota, der ebenfalls in den kommenden Monaten in den Verkauf geht, soll knapp unter 50.000 Euro kosten.

Im Plug-in-Hybridsystem des neuen Across ist wie auch beim Toyota das Herzstück ein kraftvoller Elektromotor mit 134 kW / 182 PS Leistung und 270 Nm Drehmoment an der Vorderachse. Der Elektromotor wird von einer im Unterboden platzierten 18,1 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt. Sie soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 75 Kilometer ermöglichen. Das elektronisch gesteuerte Allradsystem E-FOUR umfasst einen zusätzlichen 40 kW / 54 PS starken Elektromotor an der Hinterachse mit einem Drehmoment von 121 Nm. Dieser regelt zusammen mit dem vorderen Elektromotor die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse im Bereich von 100:0 bis 20:80. Das E-FOUR System verbessert unter anderem die Stabilität beim Anfahren auf Schnee oder anderen rutschigen Oberflächen sowie beim Kurvenfahren auf verschiedenen Straßenbelägen.

Für kraftvolle Beschleunigung bei höheren Geschwindigkeiten sorgt der 2,5-Liter Benzinmotor mit 136 kW / 186 PS Leistung, der darüber hinaus auch die Batterie auflädt. Der Vierzylinder-Benziner arbeitet mit langem Hub, hohem Verdichtungsverhältnis und einer kombinierten Direkt- und Saugrohreinspritzung, was je nach Fahrbedingungen die Leistung steigert sowie Verbrauch und Emissionen senkt.

Der Fahrer kann zwischen vier Fahrmodi wählen. Im EV-Modus wird das Fahrzeug ausschließlich vom Elektromotor angetrieben – auch bei voller Beschleunigung. Im Auto-EV/Hybrid-Modus und im Hybrid-Modus schaltet sich der Verbrennungsmotor je nach Leistungsanforderung automatisch zu. Im Batterielade-Modus agiert der Benzinmotor als Generator und produziert elektrische Energie für die Batterie.

An Bord des neuen Across erwartet die Insassen ein hochwertiges Ambiente mit großzügigem Platzangebot in beiden Sitzreihen, so Suzuki. Komfortable Sitzpolster sowie weiche Materialien an Armaturentafel und Türverkleidungen sollen für ein hohes Qualitätsniveau sorgen. Als Schaltzentrale dient ein 9-Zoll-Touchscreen-Display; Smartphones können per Apple CarPlay und Android Auto in das Infotainment-System eingebunden werden. Der Across bietet mit 490 Liter Ladevolumen im Gepäckraum ausreichend Platz. Für zusätzliche Flexibilität ist die rechte Seite des Kofferraums mit einer Steckdose ausgestattet.

Quelle: Suzuki — Pressemitteilung vom 01.07.2020

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.