Mercedes-Benz EQB ab sofort in Produktion

Mercedes-Benz EQB ab sofort in Produktion
Copyright:

Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Mercedes-Benz hat die Produktion des Kompaktstromers EQB aufgenommen: Im ungarischen Werk Kecskemét ist vor wenigen Tagen der erste EQB vom Band gelaufen. Hier produziert Daimler für den Weltmarkt. In einer weiteren Produktionsstätte in China werden EQB-Modelle für den lokalen Markt montiert. Nach dem EQA ist der EQB der zweite vollelektrische Kompaktwagen von Mercedes-EQ. Zugleich wird er das erste rein elektrisch angetriebene Serienfahrzeug aus dem ungarischen Werk Kecskemét sein. Die Fahrzeuge für China werden in Peking produziert. Die Palette umfasst zunächst den EQB 300 4MATIC mit 168 kW und den EQB 350 4MATIC mit 215 kW. Die Reichweiten nach WLTP betragen dem Hersteller zufolge jeweils 419 Kilometer. Ein Fronttriebler sowie eine besonders reichweitenstarke Version sind ebenfalls geplant.

Das ungarische Mercedes-Benz Werk hat seit dem Produktionsstart im Jahr 2012 seine Bedeutung im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars stetig ausgebaut. Zu den Stärken des Produktionsverbunds zählen neben der digitalen Vernetzung auch insbesondere der direkte Austausch mit dem Lead-Werk für die Kompaktwagen im baden-württembergischen Rastatt, so der Hersteller in einer Mitteilung.

„Länder, die den Wettbewerb um Investitionen in die Elektromobilität gewinnen, gewinnen die Zukunft“

Die lokale Autoindustrie habe mit der Produktion der ersten in Ungarn hergestellten Elektroautos einen neuen Meilenstein erreicht, so der ungarische Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó. Er verwies darauf, dass das Land Daimlers Investition in das Werk in Höhe von 50 Milliarden Forint (etwa 137 Millionen Euro) mit 15 Milliarden Forint (gut 41 Millionen Euro) bezuschusst habe. Das Werk werde 4400 Arbeitsplätze erhalten und Hunderte neue schaffen, sagte er, und fügte hinzu: „Länder, die den Wettbewerb um Investitionen in die Elektromobilität gewinnen, gewinnen die Zukunft“.

In dem ungarischen Werk werden bereits die Verbrenner-Modelle CLA, CLA Shooting Brake und A-Klasse hergestellt, darunter auch die Versionen mit Plug-in-Hybridantrieb. Schon 2022 sollen alle eigenen Mercedes-Benz Pkw- und Van-Werke weltweit CO2-neutral produzieren. Das Mercedes-Benz Werk Kecskemét hat bereits 2020 mit dem Bezug von CO2-neutralem Strom begonnen. Zur Steigerung der Energieeffizienz wurde außerdem die gesamte Außen- und Innenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel umgestellt.

Die Batteriezellen für die Mercedes-EQ Elektrofahrzeuge liefert ein globaler Batterie-Produktionsverbund mit Fabriken auf drei Kontinenten. Die lokale Fertigung der Batteriemodule wiederum bezeichnet Daimler als einen zentralen Erfolgsfaktor für die Elektro-Offensive von Mercedes-Benz. Die Batteriesysteme für die aktuell in Europa produzierten EQA und EQB stammen von der Mercedes-Benz Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz sowie aus der Batteriefabrik im polnischen Jawor. Beide Fabriken wurden von Beginn an CO2-neutral konzipiert.

Quellen: Daimler – Pressemitteilung vom 06.09.2021 / Balaton Zeitung – Produktion des ersten in Ungarn hergestellten Elektroautos läuft an

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

Sebastian Henßler  —  

Europas Länder haben fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert – mit dem klaren Ziel, die Abhängigkeit von China bei Batterien zu verringern.

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

Daniel Krenzer  —  

Die konservativen politischen Kräfte setzen sich für weitere Lockerungen für Verbrenner sowie die dauerhafte Anerkennung von E-Fuels aus.

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

Michael Neißendorfer  —  

Und das „nicht aus Ideologie, sondern aus rein wirtschaftlichem Denken“, so Guillaume Dejean, Branchenexperte bei Allianz Trade.

Europas E-Auto-Markt boomt, Verbrenner fallen auf globales historisches Tief

Europas E-Auto-Markt boomt, Verbrenner fallen auf globales historisches Tief

Michael Neißendorfer  —  

Die fünf größten Automärkte Europas erleben ein Rekordquartal für Elektroautos. Verbrenner hingegen erreichen einen historischen Tiefstand.

Mehrheit in der Autoindustrie befürwortet Ende des Verbrenners

Mehrheit in der Autoindustrie befürwortet Ende des Verbrenners

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobilbranche ist in Vorreiter und Nachzügler gespalten. Die Mehrheit spricht sich für die E-Mobilität und strenge CO2-Grenzen aus.

Trumps Autozölle: Neue Eskalation trifft europäische Hersteller hart

Trumps Autozölle: Neue Eskalation trifft europäische Hersteller hart

Daniel Krenzer  —  

Abermals erhöhte US-Zölle auf Autoimporte setzen europäische Hersteller unter Druck und könnten günstige Modelle aus dem Markt drängen.

Deutschland Spitze beim Batterie-Recycling – auf dem Papier

Deutschland Spitze beim Batterie-Recycling – auf dem Papier

Sebastian Henßler  —  

Patente rund um das Batterie-Recycling wachsen jährlich um stolze 42 Prozent. Asien dominiert mit 63 Prozent, BASF und Duesenfeld führen Europas Spitze an.