Mazda verschiebt die Markteinführung seines ersten eigenen vollelektrischen Autos laut Berichten um mindestens zwei Jahre auf 2029. Als Grund wird der schwächelnde Markt angegeben. Der japanische Hersteller will sich vorerst auf Hybridautos konzentrieren.
Im Bereich der Elektroautos gilt Mazda als Spätstarter und bietet bisher kein selbst entwickeltes Elektroauto an. Mit dem Mazda 6e – und bald mit dem CX-6e – führt der Hersteller zwar vollelektrische Modelle im Portfolio, diese basieren aber auf der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Changan und dessen Fahrzeugplattform.
In 2027 wollte Mazda eigentlich sein erstes vollelektrisches Auto auf den Markt bringen, zeigte sich angesichts von Marktunsicherheiten, Handelszöllen und des Wegfalls von Anreizen für Stromer in den USA zuletzt zögerlich. Mehrere japanische Medien berichteten im Januar, dass Mazda seine Pläne geändert habe und die Elektroauto-Pläne aufschiebe.
Das Unternehmen selbst erklärte, dass es den Zeitplan für die EV-Einführung derzeit noch prüfe. „Wir treiben die technologische Entwicklung unserer proprietären BEVs auf der Grundlage unserer Multisolution-Strategie weiter voran und werden den Zeitpunkt ihrer Einführung festlegen, während wir die regulatorischen Trends in den einzelnen Ländern und die Veränderungen der Kundenbedürfnisse sorgfältig bewerten“, sagte ein Sprecher.
Ursprünglich peilte die japanische Marke im Jahr 2030 einen Elektroautoanteil von 25 bis 40 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes an. Gegenüber Automotive News erklärte CEO Masahiro Moro, dass man inzwischen von etwa 25 Prozent oder weniger ausgehe, was er auf die stark veränderte Energie- und Umweltpolitik in den USA zurückführt. „Viele große Hersteller haben ihre Investitionen zurückgefahren, und die Regierungen haben ihre Budgets für die Infrastruktur gekürzt. Daher hat sich alles um mehrere Jahre verzögert“, erklärte Moro.
Der Hersteller plante, seine eigenen Elektroautos im Werk im japanischen Hofu zu bauen und in die globalen Märkte wie die USA zu exportieren. Die unter Präsident Donald Trump eingeführten Handelszölle haben große Auswirkungen auf die Elektroauto-Pläne des japanischen Autobauers, weil die USA als sein größter und wichtigster Markt gelten. Statt seines ersten vollelektrischen Modells führt Mazda dort in diesem Jahr den überarbeiteten Crossover CX-5 ein und ergänzt ihn in 2027 um eine Hybridantriebsvariante.
Quelle: Automotive News – Mazda reportedly delays EV plans by 2 years to 2029 as market softens




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