Hightech-Klassiker für Zeitreisende: VW elektrifiziert den Bulli-T1

Hightech-Klassiker für Zeitreisende: VW elektrifiziert den Bulli-T1
Copyright:

Volkswagen Nutzfahrzeuge

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Für immer mehr Besitzer eines historischen VW Transporters alias Bulli, Kombi oder Microbus ist es ein Traum, den Klassiker emissionsfrei mit einem modernen Elektroantrieb zu fahren. Jetzt zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mit dem neuen e-Bulli, wie solch ein Klassiker der Zukunft aussehen könnte. VWN vernetzt die Ikone dabei mit dem Reiz und den Vorteilen des emissionsfreien Fahrens.

Schon 1972 gab es einen ersten Elektro-Transporter von Volkswagen: Damals lieferte der T2 die Basis. Der e-Bulli des Jahres 2020 basiert nun auf dem T1: Ein „Samba-Bus“, 1966 produziert, nach Los Angeles exportiert und später wieder nach Europa geholt. Jetzt wurde er neu aufgebaut und mit einem aktuellen E-Antrieb ausgestattet. VWN wird den e-Bulli als Highlight der diesjährigen Techno-Classica von 25. bis 29. März in Essen erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

In Metropolen wie Paris oder London wird es zunehmend komplizierter und mitunter teurer, aufgrund von Einfahr-Beschränkungen einen Klassiker zu fahren. Generell wünschen sich zudem mehr Menschen denn je auch für Young- und Oldtimer einen elektrischen Antrieb. Hier setzt Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem e-Bulli an: Das Crossover aus historischer Basis und elektrischer Antriebstechnik soll ein Fenster in die Zukunft der Klassiker aufstoßen.

Der E-Antrieb des „Samba-Bus“ entstand auf Basis der Antriebs- und Batterietechnik von Volkswagen Group Components; er besteht aus Serienbauteilen der neuesten Elektroautos von Volkswagen. Damit kommt im e-Bulli die derzeit höchste Entwicklungsstufe der Zero-Emission-Technik zum Einsatz. Darüber hinaus erhielt das Showcar ein modernes und sichereres Fahrwerk.

Volkswagen Nutzfahrzeuge Design entwickelte in Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer und dem Bereich Kommunikation parallel ein ebenso avantgardistisches wie stilvolles Ex- und Interieur-Konzept. Und so schlägt der e-Bulli eine Brücke zwischen dem historischen T2 Elektro-Transporter (1972-1979) und dem künftigen ID. BUZZ (Start ab 2022). Eine faszinierende Symbiose aus Tradition und Moderne – optisch, technisch und fahrdynamisch.

Erste Skizzen verdeutlichen, was da mit dem e-Bulli im Designzentrum von Volkswagen Nutzfahrzeuge entstanden ist: Ein Hightech-Klassiker für Zeitreisende. Die Designer haben das Exterieur der Ikone mit viel Fingerspitzengefühl modernisiert. Es sind Details wie die neuen LED-Rundscheinwerfer, über die sich von außen die Transformation in die Neuzeit andeutet. Erst wer durch die Scheiben in den Innenraum blickt wird erkennen, dass einige Dinge nicht so sind, wie man sie bei einem T1 vermuten möchte.

Ein „Samba-Bus“ der Neuzeit

Die Designer von Volkswagen Nutzfahrzeuge haben im Interieur vieles neu konzipiert, ohne dabei auch nur eine Sekunde das Original aus den Augen zu verlieren. Die Leder-Sitzanlage gehört zu den neuen Features; zwischen Fahrer- und Beifahrersitz platziert ist der vollkommen neue Automatik-Wählhebel. Massivholz in Schiffsdielenoptik wird für den Fußboden verwendet. In Kombination mit einem großen Faltdach bekommt dieser „Samba-Bus“ der Neuzeit einen fast schon maritimen Charakter. Beim lautlosen Dahingleiten die Natur zu spüren, ist sicher eines der größten Erlebnisse, wenn man mit dem e-Bulli unterwegs ist.

Behutsam modifiziert wurde auch das Cockpit. Dem Original nachempfunden ist der neue Tacho, der nun Leuchtdioden für die vier Wählstufen der Automatik aufweist. Kleines aber feines Detail in der Tachomitte: ein stilisiertes Bulli-Symbol. Über ein in die Dachkonsole integriertes Tablet werden verschiedenste Funktionen des e-Bulli gesteuert und eine Vielzahl von Informationen abgerufen.

Weitere Informationen zum neuen e-Bulli und weitere Bilder folgen im Vorfeld der Techno-Classica. Fest steht schon jetzt: Volkswagen Nutzfahrzeuge wird die Besucher der Young- und Oldtimer-Messe in diesem Jahr elektrisieren.

Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge — Pressemitteilung vom 28.02.2020

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.