Ford stellt Mustang Mach E mit mehr als 1000 kW und sieben Motoren vor

Ford stellt Mustang Mach E mit mehr als 1000 kW und sieben Motoren vor
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Sieben Motoren, mehr als 1000 kW Leistung: Ford hat als Technologieträger den vollelektrischen Mustang Mach-E 1400 vorgestellt – einen einzigartigen Prototyp, der in Zusammenarbeit mit RTR Vehicles entwickelt wurde, um die Leistungsmöglichkeiten des elektrischen Antriebs zu demonstrieren. Dieser einmalige Mustang Mach-E mit seinen sieben (!) Elektromotoren wurde in Zusammenarbeit mit RTR in mehr als 10.000 Arbeitsstunden entwickelt und baut auf einer herkömmlichen Mustang Mach-E GT-Karosserie auf. Das Fahrgestell und der 1400 PS starke Antriebsstrang erlauben Fahrmanöver, die mit keinem anderen Fahrzeug vergleichbar sind, so Ford in einer aktuellen Mitteilung.

„Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um die Elektrotechnik zu nutzen, daraus zu lernen und sie auf unser Sortiment anzuwenden. Der Mustang Mach-E wird Spaß machen, genau wie jeder andere Mustang zuvor. Aber der Mustang Mach-E 1400 ist völlig verrückt.“ – Ron Heiser, Chef-Programmingenieur des Mustang Mach-E

Der Mustang Mach-E 1400 durfte ohne Regeln oder Vorgaben Gestalt annehmen. Das Ford-Designteam und RTR verwendeten viele der gleichen Werkzeuge, die Ford auch für seine Rennwagen verwendet. Die Aerodynamik ist hinsichtlich Form und Lage optimiert, wobei der Schwerpunkt auf Kühlkanälen, Frontsplitter und Heckflügel liegt. Der Mustang Mach-E 1400 hat sieben Motoren – fünf mehr als der Mustang Mach-E GT. Drei sind am vorderen Differential und vier im „Pfannkuchen-Stil“ am hinteren angebracht. Eine einzige Antriebswelle verbindet sie mit den Differentialen, die über einen großen Einstellbereich verfügen, um das Auto auf verschiedene Situationen optimal einzustellen: vom Driften bis zum Hochgeschwindigkeits-Rennsport.

„Die Herausforderung bestand darin, die extremen Leistungen der sieben Motoren zu kontrollieren“, sagte Mark Rushbrook, Motorsportdirektor von Ford Performance. „Der Mustang Mach-E 1400 ist ein Schaufenster der Kunst des Möglichen, was Elektroautos betrifft.“

Das Fahrwerk und der Antriebsstrang sind so gestaltet, dass das Team verschiedene Layouts und deren Auswirkungen auf den Energieverbrauch und die Leistung untersuchen kann, dabei ist der Einsatz von Hinterradantrieb, Allradantrieb und Frontantrieb separat möglich. Drift- und Track-Setups haben völlig unterschiedliche Konfigurationen, etwa um extreme Lenkwinkel beim Driften zu ermöglichen. Die Leistungsabgabe kann gleichmäßig zwischen vorne und hinten oder vollständig auf die eine oder andere Achse verteilt werden.

Die 57 Kilowattstunden fassende Batterie besteht aus Nickel-Mangan-Kobalt-Pouchzellen, die für hohe Leistung und hohe Entladeraten optimiert sind. Das Batteriesystem ist so ausgelegt, dass es während des Ladevorgangs mit einem Kühlmittel gekühlt wird. Der Mustang Mach-E 1400, der bald bei einem NASCAR-Rennen vorgestellt wird, dient auch als Prüfstand für neue Materialien. Die Motorhaube etwa besteht aus organischen Verbundfasern, eine leichte Alternative zu der Kohlefaser, aus der der Rest des Fahrzeugs besteht.

Ford

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 21.07.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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