Fisker will Elektroautos innerhalb weniger Minuten laden

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Festkörper-Batterien gelten als das nächste große Ding bei der Akku-Technologie. Der Hersteller exklusiver Elektroautos Fisker hat nun einen Durchbruch bei der Solid-State-Batterietechnik verkündet und ein Patent dafür eingereicht. Die neuen Akkus sollen eine besonders hohe Energiedichte haben, bis zu 800 Kilometer Reichweite ermöglichen und deutlich schneller geladen werden können, als die derzeit gängigen Lithium-Ionen-Akkus. Der Ladevorgang soll nur wenige Minuten dauern.

Fisker will ab 2023 erste Fahrzeuge mit Feststoff-Batterien auf den Markt bringen. Viele Hersteller und Zulieferer arbeiten seit Jahren an der neuen Technologie, unter anderem hat Toyota angekündigt, dass seine Festkörper-Akkus ab 2022 serienreif sein sollen. Die neue Technologie soll neben den bereits erwähnten Vorzügen auch deutlich weniger explosions- und feuergefährdet sein.

Der Autohersteller Fisker erregte mit der aufregenden Plug-in-Limousine Karma Anfang des Jahrzehnts viel Aufsehen. Nach einigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steht nun ein Neustart bevor. Fisker möchte die neue Batterie zusammen mit einem neuen Fahrzeug auf der CES in Las Vegas Anfang Januar präsentieren. Spätestens ab 2019 soll die Elektrolimousine EMotion auf die Straße kommen – zunächst noch mit herkömmlicher Batterietechnik.

Quellen: Vision Mobility – Fisker hat ein Patent für Feststoffbatterien eingereicht // Autohaus – Reichweiten-Revolution im nächsten Jahrzehnt?

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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