EnBW: Schnellladen relevanter als Normalladen im öffentlichen Raum

EnBW: Schnellladen relevanter als Normalladen im öffentlichen Raum
Copyright:

Lutsenko_Oleksandr / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die EnBW erhöht ihre Ladepreise ab dem 17. Januar 2023. Damit reagiere man zu einem auf die gestiegenen Beschaffungskosten. Zum anderem passe man sich auch den Marktgegebenheiten an. Im EnBW Hypernetz kostet künftig die kWh gleich viel für Normal- als auch Schnellladen. Letzteres bestimmt den Markt. Wie die Betreiberin der größten Schnellladenetze Deutschlands und Österreichs zu verstehen gibt wird der überwiegende Teil der Strommengen an Schnellladepunkten geladen.

Seit Jahren unterstütze man diesen steigenden Bedarf. Was man daran sehe, dass der Fokus bei EnBW auf dem Ausbau der bundesweiten, öffentlichen Schnellladeinfrastruktur liege. Hierfür investiert das Unternehmen eigener Aussage nach deutlich mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Dies hat in Summe dazu geführt, dass die EnBW bereits heute das größte Schnellladenetz Deutschlands betreibt.

Bis 2030 wird sie rund 30.000 Schnellladepunkte bereitstellen, was einen relevanten Anteil der bis dahin benötigten insgesamt 130.000 bis 150.000 Schnellladepunkte ausmacht. Diese Zahl deckt den gesamten Ladebedarf im öffentlichen Raum für die bis dahin geplanten 15 Millionen E-Autos auf Deutschlands Straßen. Den Bedarf für das langsamere Wechselstromladen sieht die EnBW vor allem im privaten Raum sowie im halböffentlichen Raum, etwa in Parkhäusern oder am Arbeitsplatz, wo die Fahrzeuge deutlich länger stehen.

Während die EnBW auf schnelles Laden setzt, um innerstädtische Freiräume zu schaffen, bauen Start-Ups wie VePa in die Höhe. Gemeinsam mit deren Team wollen Sie vor allem in urbanen Räumen neue Stellflächen und somit auch Freiräume schaffen. Neben dem reinen Parken von Fahrzeugen sollen dort künftig auch E-Autos geladen werden können. Geladen wird dort mit 22 kW. Wobei hier die E-Autos auch länger stehen bleiben können.

Zurück zur EnBW. Diese bilden eigener Aussage nach mit ihren neuen Ladetarife eine weitere Entwicklung der vergangenen Monate ab. In dieser Zeit haben sich die Roamingpreise für das Laden bei anderen Betreibern beim langsameren AC-Laden mehr und mehr denen für das Schnellladen mit Gleichstrom angeglichen. Diese Entwicklung muss die EnBW bei ihrer Tarifgestaltung berücksichtigen, weshalb die Kilowattstundenpreise für das Normalladen stärker steigen.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter

Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter

Sebastian Henßler  —  

EnBW führt den Stromtarif FlexBonus ein: E-Auto-Besitzer:innen ohne Smart Meter können bis zu 100 Euro im Jahr sparen, wenn sie automatisch laden.

Wärmepumpe plus E-Auto spart knapp 2000 Euro pro Jahr

Wärmepumpe plus E-Auto spart knapp 2000 Euro pro Jahr

Michael Neißendorfer  —  

Haushalte in der EU sparen mit Wärmepumpe und E-Auto jährlich mehr als 2200 Euro bei ihren Energiekosten ein – und das im Szenario vor dem Iran-Krieg.

GEIG-Novelle: Neue 1,1-kW-Regel für Ladeinfrastruktur sorgt für Diskussionen

GEIG-Novelle: Neue 1,1-kW-Regel für Ladeinfrastruktur sorgt für Diskussionen

Daniel Krenzer  —  

Die geplante GEIG-Novelle soll mehr Ladeinfrastruktur an Bestandsgebäuden bringen. Doch die neue 1,1-kW-DC-Regel könnte am Ende problematisch sein.

Monta setzt KI-Voice-Agent an die Lade-Hotline

Monta setzt KI-Voice-Agent an die Lade-Hotline

Sebastian Henßler  —  

Ein KI-Sprachassistent nimmt Anrufe an Ladesäulen in einer Sekunde entgegen und löst laut Monta rund 77 Prozent aller Fälle – vollständig ohne menschliche Hilfe.

Laden in Deutschland: Jeder fünfte Vorgang scheitert

Laden in Deutschland: Jeder fünfte Vorgang scheitert

Sebastian Henßler  —  

Rund 20 Prozent aller Ladevorgänge im öffentlichen Raum scheitern. Hinter der Zahl steht ein Strukturproblem aus Zehntausenden Hardware-Kombinationen.

THG-Prämie 2026: Bis zu 400 Euro für E-Auto-Fahrer:innen

THG-Prämie 2026: Bis zu 400 Euro für E-Auto-Fahrer:innen

Sebastian Henßler  —  

Der THG-Markt erholt sich: Geld für eAuto bietet jetzt bis zu 400 Euro Prämie für Elektroauto-Fahrer:innen – mit Garantie, Express oder Risikomodell.

Taxigewerbe erhält bundesweite Aral-Pulse-Sonderkonditionen

Taxigewerbe erhält bundesweite Aral-Pulse-Sonderkonditionen

Sebastian Henßler  —  

Was in Hamburg begann, gilt nun bundesweit: Taxi-Verbandsmitglieder erhalten über Aral Pulse besondere Ladekonditionen und profitieren von weiteren Vorteilen.