Wie der GVB in Amsterdam 159 Elektrobusse intelligent lädt

Wie der GVB in Amsterdam 159 Elektrobusse intelligent lädt
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The Mobility House

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Für seine Elektrobusflotte führt der städtische Nahverkehrsbetreiber GVB in Amsterdam das intelligente Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot von The Mobility House flächendeckend ein. Bereits seit 2022 setzt der GVB auf die Technologie des Münchner Ladeexperten am Ladestationshub des Amsterdamer Hauptbahnhofs. Nun werde die Zusammenarbeit auf weitere sechs Depots im gesamten Stadtgebiet ausgeweitet: Bis Ende 2023 sollen so an 190 DC-Ladepunkten 159 Elektrobusse intelligent geladen werden, so The Mobility House in einer aktuellen Mitteilung.

Im Rahmen eines schrittweisen Roll-outs wird ChargePilot dabei in ein bereits bestehendes städtisches Mobilitäts-Ökosystem eingebettet: Das dynamische und lokale Lastmanagement übernimmt die ganzheitliche und intelligente Steuerung der Ladevorgänge und geht dabei auf die verschiedenen Anforderungen der Depots und Ladestationen ein. Die im Vorfeld von The Mobility House durchgeführten Analysen zeigen, dass durch die intelligente Steuerung Einsparungen in Höhe von mehreren 100.000 Euro pro Jahr möglich sein sollen.

Die Implementierung von ChargePilot ist der nächste Schritt hin zu einem vollelektrischen Fahrplan in der niederländischen Hauptstadt und zahlt auf das Ziel des Mobilitätsanbieters ein, bis 2025 keine Emissionen mehr mit seinen Bussen zu verursachen. Damit folgt der GVB den Auflagen der Stadt im Zuge des Aktionsplans „Saubere Luft”, die nun realisiert werden können. Zusätzlich wurden sowohl von der Stadt Amsterdam als auch dem Netzbetreiber diverse Regularien für die Ladevorgänge festgelegt – beispielsweise unterscheiden sich die Vorgaben zu Tages- und Nachtzeiten.

Die schnelle Reaktionszeit von ChargePilot auf Veränderungen im Netz, die Unabhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung sowie Datensicherheit sollen ein zuverlässiges und ausfallsicheres Lastmanagement garantieren. Durch die offenen Standards kann das Lade- und Energiemanagementsystem von The Mobility House außerdem mit den Planungstools des GVB kommunizieren. Die Schnittstelle (VDV 463) zum Betriebshofmanagement von PSI Transcom und zur Softwarelösung Hastus von Grio etwa ermögliche es den Systemen, wichtige Daten für den reibungslosen Betrieb der Elektrobusse auszutauschen. Dazu gehören beispielsweise der Füllstand der Batterie zur Ankunftszeit, der gewünschte Ziel-Ladezustand sowie der Bedarf zur Vorkonditionierung nach VDV 261 und ISO 15118. Mittels dieser Informationen können die gekoppelten Systeme die einzelnen Ladevorgänge steuern und überwachen sowie sicherstellen, dass jeder Bus bei Dienstbeginn zuverlässig einsatzbereit ist.

Wir sind stolz, dass das Projekt am Amsterdamer Hauptbahnhof den GVB davon überzeugt hat, ChargePilot auch im restlichen Stadtgebiet einzusetzen und seine Elektrobusse intelligent zu laden. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter auszubauen und dabei noch viele weitere Leistungen unserer Software zum Einsatz zu bringen, wie z.B. die Optimierung der Ladeleistung auf Basis der aktuellen Strompreise“, erklärt Jan Winkler, Senior Business Development Manager von The Mobility House.

Quelle: The Mobility House – Pressemitteilung vom 30.05.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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