Dresden stellt wichtige Linie 68 auf Elektrobusse um

Dresden stellt wichtige Linie 68 auf Elektrobusse um
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Daimler Truck

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Sie führt durch die Innenstadt und ist hoch frequentiert: Die Stadtbuslinie 68 der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) gehört zum Rückgrat des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Omnibussen der sächsischen Landeshaupt­stadt. Seit wenigen Tagen ist sie komplett elektrifiziert – mit dem Mercedes-Benz eCitaro.

Die 22,3 Kilometer lange Buslinie 68 der DVB führt von Goppeln nach Niederwartha und dabei durch das Zentrum von Dresden. Der Betrieb mit den vollelektrisch angetriebenen eCitaro soll vor allem in der Innenstadt helfen, die Luftqualität zu verbessern. Die Strecke wird zunächst im Ferienfahrplan von elf Gelenkbussen des Typs eCitaro G bedient. Später werden an Werktagen bis zu 16 eCitaro im Einsatz sein. Zwei weitere eCitaro Solobusse setzen die Dresdner Verkehrsbetriebe auf der Buslinie 81 am Stadtrand ein. Sie verbindet die Dresdner Neustadt mit den wichtigen Gewerbe- und Elektronikstandorten im Norden und ist von einer besonders anspruchsvollen Topographie gekennzeichnet.

Insgesamt haben die Dresdner Verkehrsbetriebe 18 eCitaro G und zwei eCitaro geordert. Damit sind rund 15 Prozent der Busflotte voll elektrifiziert. Die bereits eingetroffenen Fahrzeuge wurden seit Juni intensiv getestet und haben dabei bereits mehr als 20.000 Kilometer störungsfrei zurückgelegt. Die Omnibusse werden nachts im Depot geladen. Hinzu kommen tagsüber Aufladungen an den Endpunkten der Linie mittels Pantograf.

Ausstattung der eCitaro sowohl sicher als auch komfortabel

Bei der Ausstattung haben die DVB großen Wert sowohl auf Sicherheit als auch auf Komfort gelegt. Dies wird am Beispiel der Gelenkbusse deutlich. Vier Türen sollen einen schnellen Fahrgastfluss sichern. Bei den Türen zwei bis vier warnen rot blinkende Lichtleisten und Summer unmittelbar vor dem Schließvorgang, hinzu kommt eine Videoüberwachung der Türen drei und vier durch den Fahrer. Auch der Innenraum der Omnibusse verfügt über eine Videoüberwachung.

Fahrgäste nehmen auf Sitzen mit Stoffbezug Platz. Zwei Sondernutzungsflächen bieten Platz für Rollstühle oder Kinderwagen. Die Seitenwände sind innen mit Nadelfilz bezogen. Zwei TFT-Bildschirme dienen der Fahrgastinformation, per WLAN können sich die Passagiere aber auch ihr eigenes Programm an Bord schaffen.

Eine Fahrertür mit Trennscheibe schützt vor Ansteckungsgefahr, eine Kühlbox temperiert Getränke. Mit dem Abbiege-Assistenten Sideguard Assist und dem aktiven Bremsassistenten Preventive Brake Assist bieten die Omnibusse eine gute Sicherheitsausstattung.

Dresdner Verkehrsbetriebe: rund 150 Omnibusse auf 29 Linien

Die Dresdner Verkehrsbetriebe befördern täglich mehr als 500.000 Fahrgäste. Rund ein Drittel von ihnen nutzen Omnibusse auf 29 Linien. Der Fuhrpark setzt sich aus rund 150 Fahrzeugen zusammen. Daimler Buses beliefert das Verkehrsunternehmen seit 1990. Im Mai dieses Jahres konnte der 250. Omnibus mit Stern übergeben werden.

Quelle: Daimler Truck – Pressemitteilung vom 08.08.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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