Delorean Alpha 5: Alle Fakten zum Stromer mit Kult-Design

Delorean Alpha 5: Alle Fakten zum Stromer mit Kult-Design
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DeLorean Motor Company

Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
  —  Lesedauer 4 min

Wer in den 80er Jahren groß geworden ist, für den ist Delorean eine Legende. Als Sportwagen war der ungewöhnliche Flügeltürer damals eine echte Gurke – doch seine ungewöhnliche Geschichte und das spektakuläre Design machten den DMC-12 unsterblich. Jetzt soll der Nachfolger kommen – wieder einmal. Der Öffentlichkeit vorgestellt wird er kommende Woche beim Concours d’Elegance in Pebble Beach.

Die Versuche, den DeLorean wieder neu aufzulegen sind ungezählt – jetzt soll das Tuch auf der Monterey Autoweek 2022 in der dritten Augustwoche gelüftet werden. Nachdem die Neuauflage bisher noch virtuell vorgestellt wurde, soll in Pebble Beach der standesgemäße Startschuss in eine neue Ära sein. Der nächste Versuch zum Neustart und diesmal scheinen die Chancen so gut wie nie zuvor zu stehen, dass der Legendensportler aus der Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ wieder eine ebensolche Zukunft bekommt. Diesmal zwar ohne Michael J. Fox und den Flux-Kompensator, sondern mit einem modernen Elektroantrieb und viel Erfindergeist eines US-Start-Ups.

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Geblieben sind die deutlich gewachsenen Flügeltüren und ein sehenswertes, wenn auch diesmal deutlich gefälligeres Design. Statt des alles andere als überzeugenden Renault-Triebwerks gibt es einen Antrieb, der halten soll, was das Design verspricht. Die genaue Motorleistung behält Delorean noch für sich, verspricht jedoch Fahrleistungen, die kaum Wünsche offenlassen. 0 auf Tempo 100 in kaum mehr als drei Sekunden, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine elektrische Reichweite von fast 500 Kilometer, die kein Flux-Kompensator, sondern ein cW-Wert von 0,23 und ein Akku mit einer Kapazität von 100 kWh ermöglicht. Für alle Filmfans gibt Delorean die Beschleunigungszeit bis zum Zeitenspring aus dem Hollywood-Streifen – 0 bis 88 mph / 145 km/h – mit 4,35 Sekunden an.

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Im Vergleich zur Alpha-3-Studie des Jahres 2003 hat sich der Delorean Alpha V deutlich weiterentwickelt. Nunmehr sind die Flügeltüren so groß, dass die Passagiere über die aufschwingenden Einstiege sowohl nach vorn als auch in den Fond klettern können. Ursprünglich hatte es vorne normale Türen mit einem Scharnier gegeben und nur die Fondtüren öffneten wie beim Tesla Model X nach oben. Innen gibt es Platz für vier Personen und ein modernes Cockpit mit zwei großen Displays, die auch Doc Brown in einem der drei Zurück-in-die-Zukunft-Streifen gefallen hätten.

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Mit dem Ursprungsmodell des DMC-12 hat die neue Elektrovariante Alpha V fast nichts mehr gemein. Das hatte beim Alpha 2 aus dem Jahre 1993 – damals noch von einem Verbrenner abgetrieben – noch ganz anders ausgesehen. „Der Alpha 5 repräsentiert die vergangenen 40 Jahre von DeLorean“, sagt Troy Beetz, Chief Marketing Officer der DeLorean Motor Company, „wir hatten eine enorme Verantwortung, die Geschichte der Marke DeLorean zu ehren, aber eine noch größere Verantwortung, ihre Zukunft zu gestalten. Ich denke, wir haben mit dem Alpha 5 beides geschafft.“

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Der Alpha 5 soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen – heißt es wieder einmal. Abwarten, ob der Delorean diesmal seinen oftmals beschworenen und entsprechend proklamierten Neustart schafft. „Um zu verstehen, wohin wir gehen, müssen wir wissen, wo wir gewesen sind“, ergänzt Troy Beetz, „wir haben die Verantwortung, die Geschichte der Marke zu erforschen und zu ehren und gleichzeitig ihre Zukunft zu gestalten.“ So heißt es gespannt sein, ob Marty McFly alias Michael J. Fox und Dr. Emmett L. Brown alias Christopher Lloyd mit der Zeitmaschine aus der Zukunft oder Vergangenheit nach Pebble Beach kommen, um den neuen Delorean unter die Lupe zu nehmen. Schließlich soll er der Startschuss für eine ganze Familie neuer Elektromodelle werden.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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