Comeback der E-Schwalbe: Neues Modell mit Wechselakkus

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Hannes Dollinger
Hannes Dollinger
  —  Lesedauer 2 min

Nach rund einjähriger Pause ist die Elektro-Schwalbe des Münchner Herstellers Govecs zurück – mit einer entscheidenden Neuerung: Statt fest verbauter Akkus setzt Govecs nun auf austauschbare Batterien. Wie das Unternehmen bekanntgab, können die neuen 9,4 kg leichten Akkus in weniger als 15 Sekunden gewechselt werden. So lässt sich die Reichweite flexibel erhöhen: Mit einer Batterie sind bis zu 50 km möglich, mit zwei Batterien bis zu 100 km.

Zuvor waren die Akkus mit einer Kapazität von 4,8 kWh fest verbaut, die Reichweite lag ebenfalls bei maximal 100 km. Bei der Motorleistung muss man allerdings Abstriche machen: Statt der bisherigen 4 kW sind im neuen Modell nur noch 2,3 kW möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt weiterhin bei 45 km/h. Neu sind ein 5-Zoll-Farbdisplay, schlüsselloses Abschließen und mehr Farbvarianten in Schwarz, Cremeweiß, Atlantikblau und Sonnengelb. Hinzu kommen limitierte Sondereditionen, wie Govecs ankündigte.

Als technische Weiterentwicklung nennt der Hersteller auch durchgefärbte Kunststoffteile, die eine erhöhte Bruchsicherheit bieten und sich leichter von Kratzern befreien lassen sollen. Für den Vertrieb in Europa geht Govecs eine Partnerschaft mit der Berliner e-Schwalbe Vertriebsgesellschaft ein. Gemeinsames Ziel ist es, die E-Schwalbe in Deutschland und Europa auszurollen und als emissionsarme Mobilitätslösung für Städte zu etablieren.

Die Erfolgsgeschichte von Govecs begann 2009 als Start-up. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem führenden Hersteller von Elektrorollern in Europa entwickelt und ist weiter auf Wachstumskurs. Damit knüpft Govecs an eine bekannte Tradition an: Die Schwalbe von Simson war in der DDR ein Kult-Kleinkraftrad. Insgesamt gab es drei Baureihen und neun Modelle der Schwalbe. Bis 1986 wurden über 1 Million Exemplare gebaut. Dank ihres retro-Designs ist die Schwalbe wie die Vespa zum Kultfahrzeug geworden.

Wann das neue E-Modell von Govecs auf den Markt kommt und was es kosten wird, ist noch offen. Govecs verspricht aber eine baldige Verfügbarkeit. Die Fans der Kultmarke dürfen sich also freuen: Die leise E-Schwalbe ist zurück und verspricht mit der flexiblen Reichweite, jetzt noch praktischer zu werden.

Quelle electrive.net: Govecs zeigt neue Generation der E-Schwalbe

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Hannes Dollinger

Hannes Dollinger

Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

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rabo:

In der Tat, genauso sieht sie aus

Smartino:

Im Vergleich mit viel eleganteren Vespa sieht die Schwalbe plump aus, eher wie ein einäugiges Nilpferd und nicht agil und wendig wie eine Schwalbe.

Hans Constin:

Wechselakku nur mit einem Standardakku ! Wenn die Firma Schwalbe Probleme bekommt steht man hilflos da wie die Kunden von Kumpan.

Marc:

Man könnte ja den alten Akku nehmen. Nur herausnehmbar. Und den alten Bosch-Motor. Der war ja auch ein DD-Nabenmotor. Aber das wird beides nicht passieren. Das ist doch hier die Technik der sonstigen Govecs-Welt.

Wolfbrecht Gösebert:

„Diese Version ist damit technisch ausgeschlossen.“

Du sprichst mal wieder über »ungelegte Eier« – ohne das neue Fahrzeug selber zu kennen … wo z.B. genau ist das unüberwindliche Problem, einen geeigneten E-Motor für eine höhere Leistung freizugeben und auch die max. Zahl der Akkupacks z.B. auf 3 zu erhöhen?

Marc:

Diese Version ist damit technisch ausgeschlossen. Der Motor wird allenfalls bei Rückenwind für 70 km/h gut sein und mit 3,4 kWh hast du keine gescheite Reichweite.

Marc:

Das stimmt.

Wolfbrecht Gösebert:

Handwechselbare Akkus sind schon mal ein Fortschritt, aber erst praktische Fahr-Tests und Preisangaben werden zeigen, ob die neue Schwalbe „attraktiv“ bleibt/wird. Eine zweite, schnellere Version bleibt aber wohl unumgänglich.

TobiT:

Da haben Sie aber leider wieder die Energie und Leisungseinheiten durcheinander gebracht. Sie meinen sicherlich 2,3 kW statt 4kW wie im Artikel geschrieben.

Marc:

Die Entfeinerung ist dramatisch. 3,4 kWh maximal statt 4,8 kWh Kapazität und 2,3 kWh statt 4 kWh, die im Vollgas auf höchster Stufe eher 4,5 kW waren. Das war ein Bosch-Motor. Damit war die Schwalbe der dynamischste Roller und auch die 70 km/h Version machte Freude. In der Stadt waren Reichweiten um 80 km bei normalem Fahren möglich. Jetzt muss man Tests abwarten, der Motor könnte ja ein Wundermotor sein, aber bei angegebenen 2300 W kann das eigentlich nicht mehr dynamisch werden. Und ich ahne jetzt schon, dass man am Preis kaum was spart…

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