Bundesregierung strebt öffnen der Ladesäulen für jedes Elektroauto an…

Bundesregierung strebt öffnen der Ladesäulen für jedes Elektroauto an…
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1070497337

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Bundesregierung wird aktiv in Sachen Elektroautos – nicht mit einer neuen Kaufprämie – sondern mit einer Änderung der Ladesäulenverordnung für Elektroautos. Bisher gibt es hier keinen einheitlichen Standard, dies soll sich aber zukünftig ändern. Authentifizierung und Bezahlung an den Ladesäulen soll deutschlandweit vereinheitlicht werden.

So sieht der aktuelle Entwurf des Wirtschaftsministeriums vor, dass E-Autofahrer jede Ladestation im öffentlichen Raum nutzen können. Auch ohne zuvor einen Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter abgeschlossen zu haben. Denkbar ist eine Bezahlung des Ladestroms über eine einheitliche App oder mobile Webseite. Aktuell wird damit gerechnet, dass die Ladesäulenverordnung II – wie sie genannt wird – diesen November dem Bundesrat vorgelegt werden kann und dann noch in diesem Jahr in Kraft tritt. Man darf gespannt sein, wäre aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

Ladesäulenverordnung II – positive Auswirkung auf kommunen- und länderübergreifende Nutzung

Die Bundesregierung erhofft sich mit der Ladensäulenverordnung II positive Auswirkung auf kommunen- und länderübergreifende Nutzung. Aktueller Rechtsstand ist der, dass Betreiber von Ladesäulen nicht dazu verpflichtet werden können, ladewilligen Kunden, die mit leerem Akku an ihren Säulen stehen, ohne einen Vertrag Strom zu verkaufen.

„Insgesamt trägt der Entwurf zu einem stabileren Rechtsrahmen für die Akteure im Elektromobilitätsmarkt bei. Das ist eine wesentliche Grundlage für die weitere Verbreitung von klimafreundlicher Mobilität in Deutschland.“ – Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW

Erst im März diesen Jahres gab es die letzte Änderung bei der aktuell gültigen Ladesäulenverordnung I. Ausschlaggebend war die Schaffung von einheitlichen Standards für Ladeeinrichtungen und die technischen Vorgaben für öffentlich zugängliche Ladeeinrichtungen. So wurden beispielsweise die Mindestanforderungen für den Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten, verbindliche Normen für Steckdosen an den Ladesäulen und die Kupplungen zum Laden von Elektrofahrzeugen sowie die Anzeigepflichten der Betreiber öffentlicher Ladepunkte geregelt.

Quelle: heise.de

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Sebastian Henßler  —  

Der VDA warnt vor 125.000 Jobverlusten und fordert Technologieoffenheit. Aber Europa und China kaufen E-Autos – wer profitiert dann von Verbrenner-Ausnahmen?

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 225.000 Autojobs – 35.000 mehr als bisher. Neue Stellen entstehen zunehmend im Ausland statt in Deutschland.

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

Sebastian Henßler  —  

Europas Länder haben fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert – mit dem klaren Ziel, die Abhängigkeit von China bei Batterien zu verringern.

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

Daniel Krenzer  —  

Die konservativen politischen Kräfte setzen sich für weitere Lockerungen für Verbrenner sowie die dauerhafte Anerkennung von E-Fuels aus.

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

Michael Neißendorfer  —  

Und das „nicht aus Ideologie, sondern aus rein wirtschaftlichem Denken“, so Guillaume Dejean, Branchenexperte bei Allianz Trade.