Aston Martin will vor 2033 kein Elektroauto herausbringen

Aston Martin will vor 2033 kein Elektroauto herausbringen
Copyright:

Aston Martin

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 3 min

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin hat seine Elektroauto-Pläne aufgeschoben. Aufgrund der sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und der unbeständigen Nachfrage bei den Kunden, plant das Unternehmen laut CEO Adrian Hallmark, frühestens 2033 ein BEV-Modell auf den Markt zu bringen.

In der Vergangenheit hatte Hallmark bereits angedeutet, dass Aston Martin statt dem anvisierten Jahr 2027 eher im Jahr 2030 ein Elektro-Modell herausbringen wolle. Im Rahmen der Eröffnung des neuen Aston-Showrooms im Londoner Stadtteil Mayfair sagte der Unternehmenschef gegenüber Medien, dass sich die Nachfrage nach Elektroautos sowie die gesetzlichen Vorschriften „viel schneller ändern, als es ein Automobilhersteller bewältigen kann“.

Aston Martin wolle daher bis mindestens 2035 Autos mit V8- und V12-Motoren anbieten. Für das erste E-Modell peile man hingegen den Zeitraum zwischen 2033 und 2035 an. Auf ein konkretes Datum wollte sich Hallmark nicht festlegen. Zugleich betonte er, Aston Martin seien „keine BEV-Leugner, sondern BEV-Verzögerer“. Bevor ab 2035 nach geltendem britischen und EU-Recht alle verkauften Neufahrzeuge emissionsfrei sein müssen, wolle der Autobauer vorwiegend auf Verbrennungsmotoren setzen.

Für die künftigen Elektroautos hat der britische Hersteller sich bereits vertraglich den Zugang zu Lucids Elektroautotechnologie gesichert. Außerdem unterhält Aston Martin eine Partnerschaft mit Mercedes-Benz als Motorenlieferant, die laut Hallmark weiter vertieft werden soll.

Lucid und Mercedes-Benz als Partner

„Da wir die Umsetzung hinausgezögert haben, wird die Technologie, die wir erhalten, wenn wir den Vertrag schließlich aktivieren, völlig anders sein als die, für die wir den ursprünglichen Vertrag unterzeichnet haben“, kommentierte er die Zusammenarbeit mit Lucid.

Für die nächsten drei Jahre will das Unternehmen die Investitionen im Bereich Elektromobilität zurückstellen und stattdessen in den kommenden Jahren „weiter beobachten, nachdenken und verschiedene Technologien sowie deren Entwicklung, die Märkte und die Gesetzgebung bewerten“, bevor die eigentlichen Investitionen beginnen. „Derzeit sind unsere Investitionen also sehr gering – es handelt sich um Forschung und Studien, nicht einmal um Investitionen im einstelligen Millionenbereich“, ergänzte Hallmark.

Sanierung weitgehend abgeschlossen

Zur allgemeinen Situation bei Aston Martin merkte der CEO an, dass die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen seien, auch wenn der Prozess länger angedauert habe als die ursprünglich erwarteten 18 Monate. Vor allem in Hinblick auf die Kosten habe er „operative Probleme festgestellt, die schlimmer waren, als ich gedacht hatte“.

Für den Zeitraum zwischen 2030 und 2035 kündigte Hallmark eine Erneuerung der gesamten Produktpalette an, durch die „die Eigenschaften, die Leistung und die Qualität der Fahrzeuge auf ein neues Niveau gehoben werden“. Er sprach zudem von einer Hybridisierung, die jedoch keine Plug-in-Hybrid-Technologie enthalten werde, da Aston Martin auf die Gewichtsnachteile verzichten wolle.

Quelle: Autocar – Aston won’t launch EV until at least 2033, will keep V8 and V12

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

So selten sind Batterieschäden bei gebrauchten E-Autos

So selten sind Batterieschäden bei gebrauchten E-Autos

Daniel Krenzer  —  

Eine Analyse der Akkus von rund 10.000 gebrauchten E-Autos zeigt: Auffällige Batterie-Zellabweichungen sind äußerst selten.

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Europas Automobilregionen fordern klaren Fokus auf E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobilregionen der EU fordern gezieltere Investitionen zur Unterstützung des Übergangs zu Elektroautos und eine klare Richtung.

DUH: Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel

DUH: Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel

Daniel Krenzer  —  

Die DUH sieht bei der Elektrifizierung deutscher Busflotten großen Nachholbedarf. Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel.

Daimler baut Bus-Ladeinfrastruktur am ZOB Hamburg aus

Daimler baut Bus-Ladeinfrastruktur am ZOB Hamburg aus

Maria Glaser  —  

Der Zentrale Omnibusbahnhof in Hamburg wird von Daimler Buses mit Schnellladesäulen ausgestattet, die 2027 in Betrieb genommen werden sollen.

Jaguar Type 01: Radikaler Neustart lockt neue Kunden an

Jaguar Type 01: Radikaler Neustart lockt neue Kunden an

Daniel Krenzer  —  

Jaguar meldet mehr als 50.000 Interessenten für den elektrischen Type 01. Rund 80 Prozent davon sind bislang keine Jaguar-Kunden.

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Sebastian Henßler  —  

Škoda erweitert sein Einstiegs-SUV mit Elektroantrieb um die Sportline-Variante. Sie bietet 99 oder 155 Kilowatt Leistung und glänzend schwarze Akzente.

Moment Energy macht aus alten E-Auto-Akkus Stromspeicher

Moment Energy macht aus alten E-Auto-Akkus Stromspeicher

Arun Niemann  —  

Moment Energy gibt ausgedienten E-Auto-Batterien ein zweites Leben als stationäre Speicher. Mit Fabriken in Kanada und USA will das Start-up skalieren.