ADAC gibt Tipps für effizienteres Schnellladen von E-Autos

ADAC gibt Tipps für effizienteres Schnellladen von E-Autos
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Nur weil ein Elektroauto an einem Schnelllader angeschlossen ist, heißt das nicht, dass der Ladevorgang auch schnell verläuft. Immer wieder erleben Fahrer von E-Autos, dass die maximale Ladeleistung von Säule oder Fahrzeug gar nicht erreicht wird. Der Grund muss nicht immer technischer Natur sein, wie der ADAC in einer aktuellen Mitteilung erklärt. Der Automobilclub gibt in diesem Zusammenhang drei wichtige Tipps, mit denen man die Ladegeschwindigkeit an einer DC-Station optimieren kann.

1. Ladekurve prüfen

Für jedes Fahrzeugmodell gibt es eine individuelle Ladekurve, die die Ladeleistung bei einem bestimmten Ladestand aufzeigt. Verbraucher können anhand der Kurve prüfen, bei welchem Akkustand die Leistung besonders hoch ist, und bevorzugt in diesen Fenstern laden. Als Faustregel gilt: Je niedriger der Ladestand, umso höher die mögliche Leistung. Der Akkustand zwischen 10 und 80 Prozent ist relevant für die Ladeperformance eines Elektroautos und es zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugmodellen.

Die Ladekurve erhalten Kunden in der Regel nicht vom Hersteller, was der ADAC bemängelt. Der Mobilitätsclub bietet seinerseits Ladekurven an, die im Rahmen der Autotests ermittelt werden. Diese finden Interessenten unter anderem hier.

2. Richtiges Laden an der richtigen Säule

Zunächst sollten E-Fahrer eine Ladesäule suchen, die zur Ladeleistung des eigenen Autos passt. Die maximal mögliche Ladeleistung ist in der Regel an der Säule angeschrieben. Allerdings: Wenn zwei Fahrzeuge an einer Ladestation angeschlossen sind, wird die Ladeleistung in der Regel auf beide Autos aufgeteilt. In den meisten Fällen wird sie einfach halbiert, aber immer mehr Stationen können die Leistung auch je nach Bedarf dynamisch verteilen. Autofahrer sollten also nach Möglichkeit versuchen, alleine an einer Säule zu stehen.

3. Batteriekonditionierung beachten

Beim Laden mit hohen Strömen muss sich die Batterie im Elektroauto in einem bestimmten Temperaturfenster befinden. Dieses wird auf der Fahrt bei kalten Außentemperaturen aber oft nicht erreicht. Eine Anzeige der Batterietemperatur suchen Fahrer jedoch meist vergeblich, obwohl diese hilfreich wäre.

Immerhin haben neuere Elektroautos eine Batteriekonditionierung an Bord, welche automatisch über die Routenplanung oder teilweise auch manuell aktiviert werden kann. Dies sollte einige Minuten vor dem Stopp an der Ladesäule erledigt werden – denn dann kann gleich die maximale Ladeleistung abgerufen werden.

Quelle: ADAC – Pressemitteilung vom 07.08.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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