The Mobility House erhält 15 Millionen Euro für Entwicklung intelligenter Ladetechnologien

Cover Image for The Mobility House erhält 15 Millionen Euro für Entwicklung intelligenter Ladetechnologien
Copyright ©

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 700717198

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Die Europäische Investitionsbank hat ein Darlehen über 15 Millionen Euro an das Technologieunternehmen The Mobility House vergeben, um die intelligente Integration von Elektroautos in das Stromnetz zu fördern. Mit den Mitteln will das Technologieunternehmen mit Sitz in München die Forschung und Entwicklung seines intelligenten Lade- und Energiemanagementsystems ChargePilot beschleunigen. Das Ziel ist, europaweit mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen und sie optimiert und kosteneffizient in das Stromnetz zu integrieren. Gefördert wird das Projekt durch das Finanzierungsinstrument „InnovFin – Demonstrationsprojekte im Energiesektor“, das aus Mitteln des aktuellen EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 finanziert wird.

Bidirektionales Laden, auch Vehicle-to-Grid (V2G) genannt, bringt die Energiewende voran und ebnet den Weg für eine schnellere Marktdurchdringung von erneuerbaren Energien und Elektroautos. Autos stehen die meiste Zeit – im Schnitt gut 23 Stunden am Tag – ungenutzt herum. V2G verbindet Elektroautos auf intelligente Weise mit dem Stromnetz und trägt durch die Rückspeisung von Strom aus den Akkus zur Stabilisierung des Netzes bei. ChargePilot erfüllt alle Anforderungen an Energie- und Datensicherheit und unterstützt intelligentes Laden und Entladen von Elektroautos entsprechend dem Bedarf des Stromnetzes. Diese Technologie ist bisher einzigartig auf dem Markt. Sie ist herstellerunabhängig und basiert auf offenen Standards, um maximale Skalierbarkeit zu ermöglichen.

„E-Mobilität allein wird den Klimawandel nicht aufhalten. Aber sie ist ein wirksames Mittel, um den globalen Temperaturanstieg in tragbaren Grenzen zu halten. The Mobility House hat eine Technologie mit großem Potenzial entwickelt, die elektrische Mobilität und die Nutzung erneuerbarer Energien attraktiver macht. Als Klimabank der EU fördert die EIB bahnbrechende Ideen auf diesem Gebiet. Wir freuen uns daher, ein Unternehmen zu unterstützen, das die Vision einer Zukunft ohne Emissionen hat – und die richtigen Instrumente, um diese Vision zu verwirklichen.“ – Ambroise Fayolle, EIB-Vizepräsident mit Aufsicht über Finanzierungen im Bereich Innovation

Thomas Raffeiner, Gründer und CEO von The Mobility House, kommentiert, die Investition der EIB beweise, dass das Unternehmen mit seiner Vision auf dem richtigen Weg ist. Die Förderung unterstreiche die vom Unternehmen gewonnenen Erkenntnisse, „dass intelligent integrierte Elektroautos einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele leisten. Wir danken der EIB für das Vertrauen, das sie in unser Team und unsere Technologie setzt.

„Bis 2050 könnten Elektroautos bis zu 20 Prozent der Flexibilität sichern, die täglich benötigt wird. Das erscheint hoch gegriffen, doch Technologien wie diejenige, die wir heute mit Horizont 2020 unterstützen, zeigen, dass dieses Ziel erreichbar ist. Alle Szenarien weisen auf einen enormen Anstieg bei Elektroautos hin. Wir müssen diese Chance nutzen und die dringend erforderliche Energiewende schaffen.“ – Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend

Mit dem Darlehen der EIB kann The Mobility House seine Position auf dem internationalen Markt weiter ausbauen – ganz im Sinne einer nachhaltigen Energiezukunft. Finanziert werden Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern. Durch die Nutzung von Elektroautos als Energiespeicher im Stromnetz und eine günstigere E-Mobilität wird der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert. Dass die neutrale und offene Technologie des Unternehmens erfolgreich ist, hat sie bereits vielfach bewiesen: Sie wird in einer Reihe zukunftsorientierter Anwendungen eingesetzt, die den Nutzen von Elektroautos für das Energiesystem aufzeigen, die CO2-Emissionen deutlich senken und Elektroautobesitzern überdies Geld einbringen.

Quelle: The Mobility House – Pressemitteilung vom 19.08.2020

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Kasch:

Genau, wieder 15 Mille für einen Parasiten, der die Kohle in Betonggeld umwandelt, wie das unsere Autohersteller seit 2012 mit „Fördergeldern“ praktizieren. Nach 10 Jahren wurden nun erste Ladesäulen errichtet, dessen aktiver Ladevorgang nicht von jedem Passanten aus Jux und Dollerei beendet werden kann – die mechanische Fehlkonstruktion CCS-Stecker/-Dose in Verbindung mit viel zu schweren HPC-Ladekabeln wird uns leider erhalten bleiben (warum auch funktionierende Standards übernehmen, wenn man selbst unzureichende Standards definieren kann). Die Scheu vor E-Mobilität beim Konsumenten wurde so zwar erfolgreich aufrecht erhalten, die Macht von Tesla aber dermaßen gefestigt, dass selbst ich als Teslaaktionär der ersten Stunde das nicht für möglich gehalten hätte. Dauerhaft 20% Absatzrückgang für Edelverbrenner auf dem chinesischen Markt und es gibt nur noch einen Fz-Hersteller in Deutschland: Tesla. Aber was solls – amtierende Manager und Vorstände unserer Konzerne bekommen ihre Millionen, egal welche Schäden sie anrichten und der Staat befeuert den Untergang noch mit Milliardenfördergelder, als hätten wir derzeit sonst keine Probleme.

Ähnliche Artikel

Cover Image for So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

Sebastian Henßler  —  

Wir sind den Concept AMG GT XX exklusiv gefahren: Erste Eindrücke von 1000 kW Power, 600 kW Rekuperation und 960 kW Ladeleistung im Extremtest.

Cover Image for VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: VDA-Chef Mindel erklärt, warum die IAA Mobility heute mehr ist als eine Autoshow – und welche Rolle München im globalen Dialog spielt.

Cover Image for Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: Christian Vorländer erklärt, warum die Messe München die IAA langfristig halten will – und welche Strategie dahintersteckt.

Cover Image for Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Sebastian Henßler  —  

Die Rekordfahrt in Süditalien war für Mercedes-AMG mehr als Show. Schäfer sieht darin den Beweis, dass Formel-1-Technik den Unterschied zu China ausmacht.

Cover Image for Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Sebastian Henßler  —  

EAN war bei der Rekordjagd in Nardò vor Ort: Das Concept AMG GT XX setzte 25 Rekorde, wir durften die Technik, das Team und die Abläufe exklusiv kennenlernen.

Cover Image for Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Sebastian Henßler  —  

Zeekr baut Europa zum Kernmarkt aus – mit lokaler Entwicklung, eigenen Teams in Göteborg und Amsterdam sowie klarer Ausrichtung auf Substanz.