Musk über Fusion von Tesla und SpaceX: “Ja”, gute Idee

Musk über Fusion von Tesla und SpaceX: “Ja”, gute Idee
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Sebastian Henßler
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Für Tesla-Aktionär:innen rückt eine Entscheidung näher, über die bislang nur spekuliert wurde. Tesla und SpaceX haben jeweils einen Sonderausschuss aus unabhängigen Direktor:innen eingerichtet, der einen möglichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen prüfen soll. Bestätigt hat das Elon Musk am Dienstag während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen von SpaceX. Die Ausschüsse seien auf Wunsch der Anteilseigner:innen entstanden, erklärte er. Da er selbst befangen sei, dürfe er an den Gesprächen nicht teilnehmen, was er als “seltsamen Kabuki-Tanz” beschrieb, “bei dem zwei Gruppen miteinander reden und ich nicht dabei sein kann”.

Über eine Fusion entscheiden am Ende die Aktionär:innen. Auf Tesla-Seite müssten 50 Prozent aller ausstehenden Aktien zustimmen, nicht bloß die Hälfte der tatsächlich abgegebenen Stimmen. Musk selbst sprach von einer “ziemlich hohen Hürde”.

Wie anspruchsvoll diese Schwelle ist, zeigt ein Blick ins Jahr 2025. Damals wollte Tesla die gestaffelte Wahl seines Boards abschaffen, erhielt dafür jedoch nur die Unterstützung von 39,4 Prozent der ausstehenden Aktien und scheiterte. Musks eigener Stimmanteil liegt bei rund 20 Prozent, seit er im Juni seine Optionen aus dem Jahr 2018 ausgeübt hat. Ein Deal bräuchte daher breiten Rückhalt bei institutionellen Investor:innen und bei Privatanleger:innen, die ihr Stimmrecht häufig gar nicht wahrnehmen.

Offen ist zudem der Zeitplan. Am Montag hat Tesla die Unterlagen für die Hauptversammlung am 3. Dezember eingereicht, auf der Tagesordnung stehen lediglich drei Punkte: die Wahl von Musk, Robyn Denholm und JB Straubel ins Board, ein Votum zur Vergütung sowie die Bestätigung der Wirtschaftsprüfer. Barclays-Analyst Dan Levy hatte laut Teslarati argumentiert, eine Ankündigung müsste bis Ende Oktober oder Anfang November erfolgen, um noch auf diese Versammlung zu passen. Da die Ausschüsse noch keine Konditionen ausgehandelt haben, dürfte eine Abstimmung eine eigene außerordentliche Hauptversammlung erfordern.

Musk wirbt offen für den Zusammenschluss

Seine eigene Haltung lässt Musk trotz der formalen Zurückhaltung erkennen. Ob er eine Fusion für sinnvoll halte, beantwortete er selbst mit Ja. Als Begründung nannte er die gemeinsame Arbeit an Software für Superintelligenz, Chipdesign, die Terafab-Anlage in Austin, Robotik, Transport in den Orbit sowie Konnektivität. Es spreche vieles für eine Zusammenlegung, “da wir uns ziemlich mitten in der Singularität der Superintelligenz befinden”.

Gleichzeitig bemühte er sich, die Erwartungen zu dämpfen. Auf Bedingungen für eine Transaktion haben sich die Ausschüsse bislang nicht verständigt. Eine Fusion als ausgemacht anzusehen, wäre nach Musks Worten “übertrieben”.

Angedeutet hatte er diesen Schritt allerdings schon seit Wochen. Beim All-In Summit im September fragte Musk, wie Teslarati berichtete, wer sich vorstellen könne, welche Maßnahme man ergreifen würde, wenn es so viel enge Zusammenarbeit gebe. Die Vorstellung des neuen Roadster in der vergangenen Woche, ausgestattet mit Kaltgasdüsen auf Basis von SpaceX-Technik, befeuerte die Debatte zusätzlich. Bereits heute teilen sich beide Unternehmen das Chipprojekt Terafab, außerdem hält Tesla eine kleine Beteiligung an SpaceX, die aus der früheren Investition in xAI stammt.

Mit Blick auf die Verhandlungen legte SpaceX starke Geschäftszahlen vor. Für das dritte Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet rund 12,5 Milliarden Euro, ein Plus von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Größter Geschäftsbereich ist inzwischen das Segment Super Intelligence mit etwa 6,5 Milliarden Euro. Eine höhere Bewertung von SpaceX hätte direkten Einfluss auf das Umtauschverhältnis, das Tesla-Aktionär:innen im Fall einer Fusion angeboten würde.

Tesla legt seine eigenen Quartalsergebnisse am heutigen Mittwoch, 21. Oktober, nach Börsenschluss vor. Schon vor der SpaceX-Konferenz zählte der Zeitpunkt einer möglichen Fusion zu den zentralen Fragen von Privatanleger:innen. Entsprechend dürften die Sonderausschüsse auch bei Tesla erneut zur Sprache kommen.

Quelle: Teslarati – Elon Musk just confirmed the Tesla and SpaceX merger step everyone was waiting for

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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