Tesla: nextmove hat sich entschlossen „keine weiteren Lieferungen von übergabefertigen Fahrzeugen entgegenzunehmen“

Tesla: nextmove hat sich entschlossen „keine weiteren Lieferungen von übergabefertigen Fahrzeugen entgegenzunehmen“
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 4 min

nextmove gab heute zu verstehen, dass Tesla die Bestellung von 85 Tesla Model 3 im Wert von rund fünf Millionen Euro storniert habe. Grund hierfür sei die Tatsache, dass man den Prozess zur mangelfreien Übergabe beziehungsweise termingerechte Reparaturen nicht in den Griff bekommt. Nun äußert sich Tesla zum Disput mit nextmove.

Nicht Tesla hat die Bestellung storniert; nextmove wollte keine Fahrzeuge mehr entgegennehmen

Wir erinnern uns, nextmove hat berichtet, dass Tesla Anfang des Jahres 15 Model 3 an nextmove übergeben hat.  Zu diesem Zeitpunkt war dann allerdings nur jedes vierte Tesla Model 3-Neufahrzeug ohne Mängel, teilweise waren Fahrzeuge sogar nicht verkehrstüchtig.

Nach einer zunächst erfolgten Einigung mit Tesla Deutschland über einen Prozess zur mangelfreien Übergabe beziehungsweise termingerechte Reparaturen nahm Tesla diese zurück. Daraufhin setzte man nextmove ein 24-Stunden-Ultimatum und stornierte nach dessen Ablauf die Bestellung von 85 weiteren Fahrzeugen im Wert von rund fünf Millionen Euro, so die Aussage von nextmove.

Tesla gab gegenüber Teslamag.de allerdings zu verstehen, dass es nicht stimmt, „dass Tesla die Bestellung storniert hat, da der Kunde sich entschloss, keine weiteren Lieferungen von übergabefertigen Fahrzeugen entgegenzunehmen.“ Vonseiten Tesla geht man davon aus, dass das Problem an anderer Stelle zu vermuten ist. „Wir glauben, dass der Kunde die Übergabe der verbleibenden Fahrzeuge nicht nur aufgrund von Qualitätsproblemen abgelehnt hat, sondern aus Frustration über einen anderen Disput vom Anfang des Jahres“, so ein Tesla Sprecher.

Vielmehr sei man bemüht gewesen die erwähnten Mängel zu beseitigen und habe entsprechende Leihwagen zur Verfügung gestellt. nextmove habe zum Zeitpunkt der Stornierung zudem weitere Bestellungen für neue Model 3 getätigt, heißt.


Update von 18:50 Uhr am 16. August 2019

nextmove gibt zur Stellungnahme von Tesla, dass der E-Auto-Verleiher die Bestellung storniert habe folgendes zum Besten:


nextmove erwähnte teils massive Mängel, zu welchen man defekte Reifen, Lack- und Karosserieschäden, defekte Laderegler, falsche Kabelbäume oder fehlende Notruftasten zählen kann. Der amerikanische Elektroautohersteller seinerseits versteht dies nicht, da die Qualität von Tesla-Fahrzeugen „neue Höhen“ erreicht habe. So sei Tesla nichts hinsichtlich „außergewöhnlicher Qualitätsprobleme“ mit Wagen speziell in Deutschland oder auch anderen Ländern bekannt. Ausschließen könne man aber nicht, dass Fahrzeuge beim Transport zum Kunden beschädigt werden.

Tesla: Ausbau der Serviceleistung steht auf dem Plan

nextmove gab zudem zu verstehen, dass vom Ausbau der Service-Leistung nicht viel zu spüren gewesen sei. Bekanntermaßen ist nextmove nicht das einzige Unternehmen, welches von solchen Problemen betroffen ist. Dort häufen sich allerdings die Probleme in vergangener Zeit zunehmend., so die Aussage von nextmove CEO Moeller. Schon in der Vergangenheit hatte es immer wieder Schwierigkeiten mit Reparaturen von Tesla-Fahrzeugen gegeben.

Tesla gab zu verstehen, dass man neben den 30 neue Tesla-Service-Zentren weltweit in den vergangenen Monaten plane den mobilen Service in Europa ebenfalls auszubauen. Es ist geplant die Flotte an mobilen Servicefahrzeugen in Europa in diesem Jahr um über 50 Prozent aufzustocken. Die Abdeckung des Servicenetzes hierzulande werde verfünffacht.

„Wir legen die Messlatte für unsere Autos extrem hoch, mit ihrem Fahrzeug unzufriedene Kunden können den Wagen deshalb bis zu sieben Tage nach dem Kauf bei voller Rückerstattung zurückgeben. Die Daten zu unserer Kundenzufriedenheit zeigen, dass die deutschen Kunden bislang größtenteils mit ihren Fahrzeugen zufrieden sind, das umfasst die Qualität und den Zustand bei der Lieferung.“ – Tesla Sprecher

Welche Seite nun Recht behält oder ob es doch beide Seiten waren, welche ihren Teil dazu beigetragen haben, wird wenn überhaupt die Zeit zeigen. Feststeht allerdings, dass der Bloomberg Artikel zu diesem Thema inhaltlich nicht ganz stimmig war. Dieser hat behauptet nextmove hätte den Auftrag wegen schlechtem Service gekündigt was eindeutig falsch ist.

Nachfolgend haben wir den Livestream von nextmove zur Stornierung der fünf Millionen Euro Bestellung zum Nachschauen nochmals eingebunden.

Quelle: Teslamag.de – Tesla-Stellungnahme zu NextMove-Vorwürfen

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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