Tesla erweitert Supercharger-Zugang für Fremdmarken

Tesla erweitert Supercharger-Zugang für Fremdmarken
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Im November 2021 startete der amerikanische Automobilhersteller ein Pilotprojekt unter der Bezeichnung:Tesla Supercharger-Zugang für Fremdmarken“. Ziel ist es das eigene Supercharger-Netzwerk auch für E-Autos anderer Marken zu öffnen. Im Juni 2022 weitet der Automobilhersteller das Projekt auf ausgewählte Standorten in Deutschland, Finnland, Dänemark, Luxemburg und der Schweiz aus.

Das entlang wichtiger Autobahnen und Schnellstraßen u.a. in den USA und einem Großteil Europas weitestgehend flächendeckende Supercharger-Netzwerk gilt als ein entscheidender Faktor für Teslas Standing als Elektroauto-Branchenprimus. Nachdem man dort im November zunächst zehn Supercharger geöffnet hat, als eine Art Testballon, geht der amerikanische E-Autohersteller einen Schritt weiter. Ende Januar wurde das Testprojekt auf Norwegen und Frankreich ausgeweitet. Nun auch auf Deutschland, Finnland, Dänemark, Luxemburg und die Schweiz.

„Damit unterstützen wir unsere Mission, den weltweiten Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen. 16 Stationen und 314 einzelne Supercharger sind Teil des Pilotprojekts in der Deutschland. Diese Erweiterung stärkt die Spitzenposition des Supercharger-Netzes als größtes Schnellladenetz (> 150 kW) in Europa“, so Tesla in einer entsprechenden Mitteilung. Weltweit verfüge Tesla über ein Netzwerk von über mehr als 35.000 Supercharger. Eine Komplettöffnung des Netzwerks würde die E-Mobilität durchaus nach vorne bringen.

Anlass hierfür sei, dass je mehr Kunden das Supercharger-Netzwerk nutzen, desto schneller kann es ausgebaut werden. Das Ziel von Tesla ist es, beständig zu lernen und zu verbessern und gleichzeitig das Netz weiter offensiv auszubauen, um schließlich an jedem Supercharger weltweit sowohl Tesla- als auch Nicht-Tesla-Fahrer willkommen heißen zu können. Für die Tesla-Fahrer selbst ändert sich nichts. Im Gegenteil, man habe Vorteile, da die Preise für Nicht-Tesla-Fahrer die zusätzlichen Kosten für die Unterstützung anderer Fahrzeuge widerspiegle und diese somit nicht auf dem Nacken der Tesla-Fahrer getragen werden müssen.

Kunden können in der App eine monatliche Mitgliedsgebühr (12,99€ in Deutschland) zahlen, um wie Tesla-Besitzer Zugang zu günstigeren kWh-Preisen zu erhalten (0,55€ in Deutschland). Nicht-Mitglieder haben Zugang, aber zu einem höheren kWh-Preis (0,70€ in Deutschland). Die Gebühren variieren je nach Standort und können in der Tesla-App eingesehen werden.

Quelle: Tesla – Per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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