Auch Stellantis arbeitet mit Factorial an Festkörperbatterien

Auch Stellantis arbeitet mit Factorial an Festkörperbatterien
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockvektor-Nummer: 1856625622

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Fast zeitgleich mit Mercedes-Benz hat auch der 14 Automarken umfassende Stellantis-Konzern die Unterzeichnung einer gemeinsamen Entwicklungsvereinbarung Factorial Energy bekannt gegeben, um die Festkörperbatterietechnologie von Factorial voranzutreiben. Die Vereinbarung umfasst, wie schon bei Mercedes-Benz, ebenfalls eine strategische Investition von Stellantis.

Unsere Investition in Factorial und andere anerkannte Batteriepartner steigert die Geschwindigkeit und Agilität, die wir benötigen, um Spitzentechnologie für unser Elektrofahrzeug-Portfolio bereitzustellen“, sagt Stellantis CEO Carlos Tavares. „Initiativen wie diese werden eine schnellere Markteinführung und einen kostengünstigeren Übergang zur Festkörpertechnologie ermöglichen.

Factorial hat seine Festkörpertechnologie entwickelt, um sich mit den entscheidenden Herausforderungen zu befassen, die einer noch breiteren Akzeptanz von Elektrofahrzeugen im Wege stehen: Reichweite und Sicherheit. Die Entwicklungen von Factorial basieren auf der FEST-Technologie (Factorial Electrolyte System Technology), die ein proprietäres Festelektrolytmaterial nutzt. Dieses ermöglicht eine sichere und zuverlässige Zellleistung mit Hochspannungs- und Hochkapazitätselektroden und wurde in 40-Ah-Zellen skaliert, die bei Raumtemperatur funktionieren. FEST ist sicherer als die herkömmliche Lithium-Ionen-Technologie, erhöht die Reichweite und ist für eine einfache Integration in die bestehende Infrastruktur zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien sofort einsetzbar.

Es ist eine große Ehre, mit Stellantis zusammenzuarbeiten, einem führenden globalen Mobilitätsanbieter, zu dem einige der bekanntesten Automobilmarken der Welt gehören”, sagt Siyu Huang, Mitbegründer und CEO von Factorial Energy. „Für uns bietet sich damit die einmalige Gelegenheit, die Einführung unserer sauberen, effizienten und sicheren Festkörperbatterie-Technologie auf dem Massenmarkt voranzutreiben.”

Stellantis kündigte im Rahmen des EV Day im Juli 2021 das Ziel an, bis 2026 die erste wettbewerbsfähige Festkörperbatterietechnologie auf den Markt zu bringen. Mit der neuen Kooperation scheint dieses Ziel um einiges greifbarer.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 30.11.2021

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.