Slowakischer Batteriehersteller InoBat expandiert nach Westeuropa

Slowakischer Batteriehersteller InoBat expandiert nach Westeuropa
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Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Die Nachfrage nach Batterien für Elektroautos ist ungebrochen und allerorts schießen Produktionsfabriken aus dem Boden. Das neueste Projekt: das slowakische Batterie-StartUp InoBat will in Westeuropa seine dritte Gigafactory errichten, der genaue Standort soll noch 2022 bekanntgegeben werden. Als Kandidaten gelten die EU-Länder und Großbritannien.

Die rasche Expansion möglich gemacht hat das „innovative und hart arbeitende Team, das bewiesen hat, dass maßgeschneiderte Batterien für die Elektromobilität nach genauen Kundenwünschen ein Erfolg sein können„, erklärt Marian Bocek, Mitbegründer und CEO der InoBat Auto. Um diese Evolution weiter voranzutreiben, baut InoBat das Team gerade um. Neuer Vorstandsvorsitzender ist Andy Palmer, der in den letzten beiden Jahren als Vize-Vorsitzender „immens beeindruckt war vom Firmenethos, den Mitarbeitern, der Innovation und der Einstellung zum Business.“ Er habe seine ganze Karriere der Elektromobilität gewidmet und bei InoBat aus erster Hand erfahren, welche Energie das Team aufgebracht hat, um ein führender Player im globalen Elektromobilitätsmarkt zu werden. Diesen Drive möchte er nun auch nach Westeuropa bringen. Den Vorstand außerdem verstärken werden Tara Lindstedt, Vazil Hudak und Kathryn Baker. Der bisherige Vorsitzende Faysal Sohail wird sich in den Aufsichtsrat zurückziehen, aber dennoch weiterhin eine aktive Rolle im Unternehmensgeschehen spielen.

InoBats Business Strategie beruht auf Batteriesystemen, deren Zellchemie nach Kundenwünschen geformt wird, vor allem auch für das aufsteigende Luftfahrt-Segment. Die Batteriezelltypen 622 und 811 wurden nun erfolgreich validiert und damit wurde der letzte Beweis erbracht, dass eine solche Strategie Erfolg haben kann. Diese Entwicklung hat für ausreichend Nachfrage gesorgt, um die Produktion der ersten 4 von 32 Gigawattstunden bestätigen zu können.

Gute Nachrichten für die strategischen Investoren, darunter Rio Tinto (Bergbau), Ideanomics (Elektromobilitäts-Enabler), Amara Raja (Indiens führender Batteriehersteller) und der private Zweig der Weltbank, die IFC. Damit ist auch der Abschluss der Bauvorhaben am Headquarter in der Slowakei gesichert, wo ein Forschungszentrum und eine Pilotfabrik errichtet werden. Die Fabrik wird Anfang 2023 ihren Betrieb aufnehmen und vorerst 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren können. In Großbritannien wurde außerdem kürzlich ein Büro im Science Park der Universität von Warwick eröffnet. Mit dem Investor Rio Tinto will InoBat darüber hinaus eine komplett europäische Wertschöpfungskette für Lithium aufbauen. Die Partnerschaft soll den gesamten Rohstofflebenszyklus vom Bergbau bis zum Recycling von Lithium abdecken. Etwa 55.000 Tonnen Lithium könnte aus Serbien kommen, wo Rio Tinto ein Projekt entwickelt.

Quelle: inobatauto.eu – Pressemitteilung vom 25. März 2022

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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