Rolls-Royce Spectre: Alle Fakten zum ersten Elektro-Rolls-Royce

Rolls-Royce Spectre: Alle Fakten zum ersten Elektro-Rolls-Royce
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Rolls-Royce

Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
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Beim Namen Spectre denken nicht nur Filmfans an einen den Bond-Streifen mit dem polarisierenden 007-Darsteller Daniel Craig. Das wird sich bald ändern, denn Spectre ist die Bezeichnung des ersten rein elektrischen Rolls-Royce.

Man meint, auf den ersten Blick einen Rolls-Royce Wraith vor sich zu haben. Doch auch wenn Fahrzeugklasse und Proportionen imposante Gemeinsamkeiten haben, werden die Verantwortlichen von Rolls-Royce nicht müde zu betonen, dass der Spectre ein komplett neues Auto sei – natürlich elektrisch, elegant und sündhaft teuer. Er ersetzt genau genommen nicht den Rolls-Royce Wraith, sondern das elegante Phantom Coupé.

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„Spectre zeigt, wie perfekt die Marke für die Elektrifizierung geeignet ist. Sein vollelektrischer Antriebsstrang wird den anhaltenden Erfolg und die Relevanz der Marke sicherstellen. Gleichzeitig stärkt er alle Merkmale, die einen Rolls-Royce zu einem Rolls-Royce machen“, sagt Torsten Müller-Ötvös, CEO von Rolls-Royce. Bereits im Jahre 1900 hatte Sir Charles Stewart Rolls, Mitbegründer von Rolls-Royce, von einem Elektromodell geträumt: „Das Elektroauto ist geräuschlos und sauber. Es gibt keinen Geruch oder Vibrationen. Sie sollten sehr nützlich werden, wenn feste Ladestationen eingerichtet werden können.“

Wie der Wraith ist der neue Spectre ein elegant gezeichneter Fastback mit sanft auslaufendem Heck. Seine Dimensionen sind schlicht gigantisch, denn durch die Länge von 5,45 Metern bietet er üppigen Platz für vier Personen. Der Zustieg erfolgt über zwei mächtige Tore, wie Rolls-Royce-typisch nach hinten aufschwingen. Der Radstand liegt bei 3,21 Metern – ebenso mächtig wie das Fahrzeuggewicht, dass durch Allradantrieb und Akkupaket im Unterboden bei knapp unter drei Tonnen liegt.

Durch die serienmäßige Allradlenkung reduziert sich der Wendekreis auf 12,7 Meter. Mit seinem mehr als 100 kWh großen Batteriepaket soll die elektrische Reichweite bei 520 Kilometern liegen und der Normverbrauch des über 430 kW / 585 PS / 900 Nm starken Briten beträgt 21,5 kWh pro 100 Kilometer. Aus dem Stand geht es in knapp 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt.

Torsten Müller-Ötvös: „Spectre ist in erster Linie ein Rolls-Royce und in zweiter Linie ein Elektrofahrzeug. Er ist der Beginn eines neuen Kapitels für unsere Marke, für unsere außergewöhnlichen Kunden und für die Luxusindustrie. Aus diesem Grund glaube ich, dass der Spectre das perfekteste Produkt ist, das Rolls-Royce je produziert hat.“

Das Design ist typisch Rolls-Royce – imposant, elegant, souverän und zeitlos. Breiter und flacher als man es kennt, präsentiert sich der Kühlergrill – umrahmt von LED-Leuchten, die ebenso markant wie man Heck erstrahlen. Dabei rollt der elektrische Koloss auf mächtigen 23-Zöllern und verzaubert mit einer nicht enden wollenden Fensterlinie. Für maximalen Fahrkomfort soll das optimierte Planar-Federungssystem sowie ein glatter Unterboden und ein cW-Wert von 0,25 sorgen.

Rolls-Royce

Der Innenraum präsentiert sich überraschend klassisch – Displays, Applikationen und Bedienelemente kennt man ähnlich bereits aus den aktuellen Rolls-Royce-Modellen. Der bekannte Sternenhimmel wird um eine LED-Sternenlandschaft in den Tür- und Seitentafeln ergänzt. Reservierungen werden ab sofort angenommen; Marktstart für den Spectre ist im Herbst 2023, wobei sich die Preise bei rund 400.000 Euro genau zwischen Cullinan und Phantom ansiedeln werden.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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