Projektarbeit zeigt, dass sich der Renault ZOE nach sechs Jahren rechnet

Projektarbeit zeigt, dass sich der Renault ZOE nach sechs Jahren rechnet
Copyright:

Renault

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Ecomento.de hat in einem aktuellen Beitrag auf einen Artikel der Thüringischen Landeszeitung verwiesen. Dieser beschäftigt sich mit der Projektarbeit der Studentin Davina Haupt, welche ihren Studienschwerpunkt Mittelständische Indus­trie an der Dualen Hochschule Eisenach belegt. In der Projektarbeit betrachtet sie den Renault ZOE und ab wann sich die Mehrkosten für den Stromer durch die höheren Anschaffungskosten und die Batteriemiete rechnen.

Ihrer Berechnung nach ist dies nach sechs Jahren der Fall. Der Studie zufolge schlagen sich der Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro sowie die Befreiung von der KFZ-Steuer positiv zu Buche. Nicht verwunderlich, da diese einerseits positiv auf den Anschaffungspreis und damit die Basis der Berechnung, als auch den jährlichen Unterhalt wirken. Ebenfalls positiv fallen die Kosten für die Wartung und den „Treibstoff“ deutlich günstiger aus.

Für ihre Berechnung ist sie von einer jährlichen Nutzung des ZOE mit 22-kWh-Batterie von 4.500 Kilometern ausgegangen. Dies entspricht Stromkosten von circa 173 Euro. Außerdem fällt eine monatliche Mietgebühr für den Akku in Höhe von 59 Euro an. Diese und weitere Zahlen führen dazu, dass nach Haupts Rechnung der ZOE nach 5,96 Jahren einen Kostenvorteil herausfährt. Zuvor ist die Nutzung eines vergleichbaren Diesel günstiger.

Die Projektarbeit selbst ist sicherlich kein schlechter Start für einen solchen Kostenvergleich. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass die Grundlagen der Berechnung von Fall zu Fall unterschiedlich sind. Persönlich würden mir 4.500 km im Jahr nicht ausreichen. Jeder Kilometer mehr wirkt sich natürlich positiv auf die Amortisation des Renault ZOE aus, je mehr ich fahre, desto schneller rechnet sich dieser gegenüber einem Verbrenner.

Quelle: Ecomento.de – Elektroauto Renault Zoe lohnt sich nach sechs Jahren (Studie)

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.