Lexus hat sein neues vollelektrisches SUV der Öffentlichkeit vorgestellt. Der TZ bietet sechs Sitzplätze, zwei Batteriegrößen und soll 2027 auf europäische Straßen kommen. Mit einer Gesamtlänge von 5100 Millimetern und einem Radstand von 3050 Millimetern fällt das Modell deutlich größer aus als der bisherige Lexus RX, der es auf 4890 Millimeter Länge und 2850 Millimeter Radstand bringt.
Das Konzept hinter dem TZ trägt den Namen „Driving Lounge“ – ein Begriff, den Lexus bewusst wählt, um den Fokus auf den Innenraum zu lenken. Die Batterie ist vollständig im Fahrzeugboden untergebracht, was drei vollwertige Sitzreihen mit insgesamt sechs Plätzen ermöglicht. Auch die dritte Reihe soll laut Hersteller ausreichend Kopf- und Beinfreiheit für größere Personen bieten; der Wegfall des Kraftstofftanks erlaubt eine tiefere Positionierung der hintersten Sitze. Wer das Modell als reinen Fünfsitzer nutzt, kann die dritte Reihe umklappen – dann passen etwa zwei Fahrräder in den Laderaum.
Takeshi Miyaura, leitender Ingenieur des TZ, beschreibt die Entscheidung für einen batterieelektrischen Antrieb als direkte Konsequenz aus den angestrebten Markenwerten: „Ein batterieelektrisches Modell erwies sich als der Weg zur Verwirklichung dieser Werte, da es eine ideale Kombination aus Fahrspaß und Weiterentwicklung bietet.“
Lexus TZ: Zwei Batterien, bis zu 540 Kilometer Reichweite
Für den TZ stehen zwei Akkuvarianten bereit. Die Einstiegsversion TZ 450e kommt mit einer 77-kWh-Batterie und schafft nach vorläufigen Herstellerangaben bis zu 450 Kilometer. Die Long-Range-Versionen – sowohl der TZ 450e als auch der TZ 550e – setzen auf einen 95,8-kWh-Akku; der sparsamere der beiden soll bis zu 540 Kilometer erreichen, der stärker motorisierte TZ 550e kommt auf bis zu 480 Kilometer. Die Systemleistung liegt bei 230 kW (313 PS) beziehungsweise 300 kW (408 PS), beide Varianten werden über zwei E-Achsen angetrieben. Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der TZ 550e in 5,2 Sekunden.

Beim Laden setzt Lexus auf einen 22-kW-AC-Onboard-Charger für Wechselstrom sowie auf Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 150 kW. Damit lässt sich der Akku in rund 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent bringen. Eine automatische Batterievorkonditionierung bereitet den Akku auf den Ladevorgang vor, sobald eine Ladestation im Navigationssystem als Ziel hinterlegt ist.
Minimalismus trifft auf japanische Handwerkskunst
Das Interieur folgt einem minimalistischen Ansatz, den Lexus mit dem Begriff „Omotenashi“ – japanische Gastfreundschaft – verbindet. Das Armaturenbrett fällt schmal aus; Bedienelemente werden erst sichtbar, wenn sich die Hand des Fahrers oder Beifahrers der Fläche nähert, geben dann aber haptisches Feedback. Die Türverkleidungen sind mit Bambus-Applikationen versehen, deren Oberfläche sich mit der Ambientebeleuchtung des Fahrzeugs synchronisiert. Tagsüber wirkt das Material wie natürlicher Bambus, nachts nimmt es beleuchtete Farbmuster an.

Das Panoramadach erstreckt sich über alle drei Sitzreihen und ist das bislang größte in einem Lexus-Modell. Optional ist ein Mark-Levinson-Audiosystem mit 21 Lautsprechern erhältlich. Für den Luftwiderstandsbeiwert gibt Lexus einen cW-Wert von 0,27 an – bemerkenswert für ein SUV dieser Größenklasse.

Zur Fahrdynamik gehört neben dem DIRECT4-Allradantrieb auch eine dynamische Hinterradlenkung in den Long-Range-Varianten, die den Wendekreis auf 10,8 Meter verringert. Hinzu kommt die bereits aus dem RZ 550e bekannte Funktion „Interactive Manual Drive“, die virtuelle Gangwechsel über Lenkradwippen simuliert und das Fahrerlebnis um eine zusätzliche, sportliche Komponente ergänzt.
Quelle: Lexus – Pressemitteilung









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