Fastned: „Laden so einfach und schnell wie möglich!“

Fastned: „Laden so einfach und schnell wie möglich!“
Copyright:

Fastned

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Linda Boll, Public Affairs Manager Germany bei Fastned, hat sich in der Vorweihnachtszeit die Zeit genommen, um sich mit Elektroauto-News.net ein wenig über Fastned, die Expansion in Europa, Entwicklungen von Preisen am Lademarkt sowie den obligatorischen Ausblick auf das kommende Jahr auszutauschen. Dabei durfte ich einiges Neues von dem Ladestationenbetreiber mit den auffälligen gelben Dächern erfahren.

Diese kommen nicht nur in einer Signalfarbe daher und signalisieren so, schon von weitem für jeden E-Autofahrer ersichtlich: Hier kannst du laden! Sondern, sind an sich schon möglichst nachhaltig, durch die Verwendung entsprechender Materialien. Bei den Schnellladestationen handelt es sich um die neuste Generation, an denen Elektroautos mit bis zu 350 kW schnellladen können. Schnellladen eben, so schnell es geht, wie Linda zu vermitteln mag. Vergleicht man dies mit einem herkömmlichen Anschluss zu Hause ist dies bis zu hundertmal schneller.

Sollte es aber auch sein, sind die derzeit 29 deutschen Fastned-Ladestationen vor allem an hochfrequentierten Straßen vorzufinden, meist nahe entsprechender Autobahnausfahrten. Also somit auf Reisestrecken, auf denen E-Autofahrer eher schneller ihren Akku füllen möchten, um wieder weiterzufahren. In Europa ist Fastned derzeit in sechs Ländern aktiv – Niederlande, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Belgien und Großbritannien. Der höchste Anteil der aktuell 189 Ladestationen ist hierbei noch im niederländischen Markt vorzufinden, wo das Unternehmen seinen Ursprung hat.

Fastned

2012 gegründet feiert dies im kommenden Jahr mittlerweile seinen zehnten Geburtstag. Begonnen hat dort damals alles mit der Ausschreibung eines Schnellladenetzes entlang der niederländischen Autobahn. Mag einem bekannt vorkommen. In Deutschland gibt es derzeit ähnliche Pläne, mit dem Deutschlandnetz. Unterschiede gibt es dennoch. Nicht zuletzt in der angedachten Gestaltung der Ladepreise, welche auf den ersten Blick nicht wirtschaftlich erscheinen. Und dennoch ist sich Linda sicher, dass das Deutschlandnetz den Markt stark beeinflussen, gar riesige Auswirkungen auf diesen haben wird.

Im Detail haben wir uns mit der letzten Ladepreissteigerung von Fastned auseinandergesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Ladepreise von 0,59 €/ kWh auf 0,69 €/kWh erhöht. Einen Schritt, welchen man zuvor fünf Jahre lang zurückgehalten hat. Das Feedback darauf war nicht nur positiv. In einer Zeit, in der die Preise an den Strombörsen – insbesondere bei Ökostrom, der bei Fastned zu 100% zum Einsatz kommt – stark steigen, dennoch nachvollziehbar. Für Vielfahrer gibt es zumindest die Gold-Membership-Karte. Für 12 Euro Grundgebühr im Monat lädt man dann für 0,45 €/ kWh.

Auch wenn die Preise in 2022 wohl eher nicht günstiger werden, soll zumindest das Bezahlen an den modular aufgebauten Fastned-Ladestationen einfacher werden. Denn Schritt für Schritt soll dann die Kartenzahlung – EC- und Kreditkarte – funktionieren. Erste Stationen werden bereits im ersten Quartal damit ausgerüstet.  Aber hören wir doch Mal Linda zu, was noch so alles auf uns zukommt.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Fastned: Netzanschlüsse bremsen den Ladeausbau

Fastned: Netzanschlüsse bremsen den Ladeausbau

Sebastian Henßler  —  

Linda Boll, Deutschlandchefin bei Fastned, sieht in den Netzanschlüssen die größte Hürde. Neue Verfahren könnten den Ausbau um bis zu zwei Jahre verzögern.

Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip auf Ladetechnik

Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip auf Ladetechnik

Sebastian Henßler  —  

Vom Druckmaschinengeschäft gelernt: Amperfied überträgt das HEIDELBERG-Prinzip garantierter Performance auf Ladetechnik und trägt so das Technologierisiko.

Shell-Studie: E-Auto-Fahrer wollen elektrisch bleiben

Shell-Studie: E-Auto-Fahrer wollen elektrisch bleiben

Daniel Krenzer  —  

89 Prozent der E-Auto-Fahrer ziehen erneut ein Elektroauto in Betracht. Die Shell-Studie 2026 zeigt zudem Trends bei Laden, Kosten und Flotten.

Studie: E-Auto-Fahrer nutzen im Schnitt drei Ladedienste

Studie: E-Auto-Fahrer nutzen im Schnitt drei Ladedienste

Sebastian Henßler  —  

Standort, Zuverlässigkeit und App entscheiden, welcher Ladedienst bevorzugt wird. Der Preis zählt vor allem bei der Wahl und verliert danach an Bedeutung.

Urteil setzt Roaming-Aufschlägen Grenzen: Wird Laden nun günstiger?

Urteil setzt Roaming-Aufschlägen Grenzen: Wird Laden nun günstiger?

Daniel Krenzer  —  

Ein Urteil gegen EWE Go setzt hohen Roaming-Aufschlägen Grenzen. Für Ladekarten und eMSPs könnte das weitreichende Folgen haben.

Lademarkt-Report: DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt als AC

Lademarkt-Report: DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt als AC

Tobias Stahl  —  

DC-Ladepunkte machen nur ein Drittel der öffentlichen Ladeinfrastruktur aus, sind aber für über 70 Prozent der Ladevorgänge verantwortlich.

Tibber: Viele E-Auto-Haushalte zahlen zu hohe Netzgebühren

Tibber: Viele E-Auto-Haushalte zahlen zu hohe Netzgebühren

Sebastian Henßler  —  

Zwischen 110 und 190 Euro pro Jahr könnten Haushalte mit E-Auto sparen. Weil die Anmeldung für Modul 1 nur über Fachbetriebe läuft, verzichten viele darauf.