Brandenburgs Ministerpräsident: Tesla Gigafactory Zeitplan ist ambitioniert, aber machbar

Brandenburgs Ministerpräsident: Tesla Gigafactory Zeitplan ist ambitioniert, aber machbar
Copyright:

Aleksei Potov / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

2021 soll das Model Y in der Tesla Gigafactory 4 in Brandenburg vom Band laufen. Bis dahin gilt es noch einige Unstimmigkeiten aus dem Weg zu schaffen. Denn aktuell ist noch nicht einmal der Kaufvertrag für das Gelände unterzeichnet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist dennoch zuversichtlich.

Brandenburgs Ministerpräsident zeigt sich zuversichtlich für Teslas Pläne

Dabei scheinen die bisherigen Entwicklungen alles andere als positiv. Tesla müsse alsbald möglich detaillierte Antragsdokumente für den Bau der geplanten Fabrik vorlegen, sollte der Hersteller wie geplant schon in zwei Jahren mit der Fahrzeugproduktion beginnen wollen. So die Aussage von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), zumindest wenn man wie geplant mit dem Aufbau der Gigafactory starten wolle. Das war es also mit der Vorfreude auf die erste deutsche Tesla Gigafactory. Doch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gab bereits vor ein paar Tagen zu verstehen, dass man es darauf nicht beruhen lasse.

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigt sich zuversichtlich, dass der ehrgeizige Zeitplan für die Ansiedlung einer „Giga-Fabrik“ in Brandenburg  zu schaffen sei. „Der Zeitplan ist ambitioniert, aber die Brandenburger Behörden werden diesen Zeitplan nicht gefährden“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. Des Weiteren gab er zu verstehen: „Wir werden alles tun auf kommunaler Ebene und auf Landesebene, um den Zeitplan zu halten. Ich halte ihn für machbar und zwar in guter Qualität.“

Ab 2021 sollen erste E-Autos vom Band rollen

Baubeginn für die Fabrik soll im ersten Halbjahr 2020 sein. In dem europäischen Werk sollen Batterien, Antriebsstränge und Fahrzeuge gefertigt werden, beginnend mit dem bevorstehenden Model Y von Tesla. Ein Investment von bis zu vier Milliarden Euro sowie 3.000 neue Jobs stehen im Raum. Nur allzu verständlich, dass die deutsche Politik Interesse hat das Ganze so schnell wie möglich in trockene Tücher zu bringen.

Bisher ist allerdings der Kaufvertrag zwischen Tesla und der Brandenburger Landesregierung noch nicht unter Dach und Fach. Der Regierungschef setzt auf Gründlichkeit vor Schnelligkeit. „Die Kontakte untereinander sind sehr, sehr gut“, sagte Woidke. „Es läuft Stück für Stück vorwärts in die richtige Richtung.“ Dennoch gibt auch Woidke zu verstehen: „Es dauert so lange, wie es dauert. Am Ende ist es entscheidend, dass der Kaufvertrag schnellstmöglich zustande kommt, aber beide Seiten müssen gut ihm leben können.“ 

Ob eine Vertragsunterschrift für den Kaufvertrag des geplanten Fabrikgeländes vor Weihnachten noch zu Stande kommt ist fraglich. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge streiten das Land und Tesla noch über die Rücktrittsklausel für den Fall, dass das Unternehmen das Projekt kurzfristig aufgibt.

Quelle: Automobilwoche – Ministerpräsident Woidke ist optimistisch: Zeitplan für Tesla-Fabrik ist „ambitioniert“ – aber machbar

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.