B&B stattet mehr als 150 Hotels mit öffentlichen Ladesäulen aus

B&B stattet mehr als 150 Hotels mit öffentlichen Ladesäulen aus
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B&B Hotels

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Für den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland müssen in den kommenden Jahren mehrere Millionen Ladepunkte im halb- und öffentlichen Raum aufgebaut werden. Einen Beitrag zu dieser Mammutaufgabe wollen nun der deutsche Ableger der Hotelkette B&B Hotels und die Heinemann Gruppe innerhalb eines Charging-as-a-Service-Modells leisten. Die beiden Unternehmen wollen an den bundesweit mehr als 150 B&B Hotels künftig mehr als 1500 öffentlich zugängliche Ladepunkte bereitstellen. Auch kommende Neueröffnungen der in Deutschland schnell wachsenden Hotelgruppe sollen mit Ladesäulen ausgerüstet werden.

Das Unternehmen Heinemann Elektroanlagen aus München werde die Ladeinfrastruktur für die E-Autos errichten und für die kommenden 15 Jahre unter der Marke ChargeOne als Charge Point Operator (CPO) betreiben. Das Ladenetz soll den Gästen der B&B Hotels und auch jedem anderen Halter eines Elektroautos zugänglich sein.

Als eine der führenden Hotelgruppen im Bereich Value for Money in Deutschland sehen wir es als unsere Verantwortung, zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen und unsere Aktivitäten diesbezüglich weiter auszubauen“, sagt Max C. Luscher, CEO Central and Northern Europe von B&B Hotels. Dazu gehöre auch die Förderung der Elektromobilität, die nun mit der Installation von öffentlich zugänglichen Ladestationen auf den hoteleigenen Parkplätzen unterstützt werden soll. „Unsere Gäste haben so die Möglichkeit, ihr E-Auto ganz bequem während ihres Aufenthaltes direkt vor dem Hotel zu laden“, so Luscher.

Die Partnerschaft mit B&B Hotels bezeichnet die Heinemann Gruppe als einen Meilenstein mit Referenzcharakter. „Die Errichtung und der Betrieb von Ladeinfrastruktur ist komplex. Mit Charging-as-a-Service von ChargeOne können Unternehmen ihren Mitarbeitern und Kunden den Einstieg in die Elektromobilität erleichtern und einen Beitrag zur erfolgreichen Verkehrswende in Deutschland leisten – ohne eigene Investitionen und Risiken“, erklärt Robert Klug, Vorstand der Heinemann Group SE. ChargeOne kümmere sich um alles rund um die Ladeinfrastruktur, von Genehmigungsverfahren und Montage über den laufenden Service bis zur Abrechnung. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses Modell nicht nur für die Hotellerie, sondern auch für Gewerbetreibende wie beispielsweise aus der Industrie, dem Groß- und Einzelhandel sowie der Wohnungswirtschaft attraktiv ist“, so Klug weiter.

Die Realisierung der 1500 Ladepunkte soll schnell erfolgen, da Heinemann beim Ausbau von den internen Kapazitäten als ein in der DACH-Region etablierter Elektrofachbetrieb mit rund 500 Mitarbeitern profitieren könne. Bereits zur kommenden Sommerreisezeit soll das Netz weitestgehend stehen, stellt das Unternehmen in Aussicht. Für eine einfache Abrechnung des geladenen Stroms stehen unterschiedlichste Optionen zur Verfügung: Über die ChargeOne App, Kreditkarte oder Ladekarte. Darüber hinaus ist ChargeOne auch Teil eines internationalen eRoaming-Netzwerks mit mehr als 10 Millionen Kunden und mehr als 400.000 Ladepunkten.

Im vergangenen Jahr hat Heinemann die Aktivitäten rund um Ladeinfrastruktur unter der Marke ChargeOne gebündelt und den Bereich personell deutlich ausgebaut, um die Wachstumschancen des Marktes zu nutzen und ihn mit innovativen Konzepten aufzumischen, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Als Charge Point Operator bietet ChargeOne Gewerbekunden deutschlandweit ein breites Leistungsspektrum vom klassischen Kauf bis zu flexiblen „Charging as a Service“-Modellen mit Komplettservice für die Errichtung und den Betrieb von Ladesäulen an. Das Ziel sei, im Jahr 2030 einer der führenden deutschen Ladeinfrastrukturbetreiber mit gut 150.000 installierten Ladepunkten zu sein.

Quelle: Heinemann – Pressemitteilung vom 03.11.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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