Trump schiebt hohe Zölle auf EU-Waren nochmal auf

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Daniel Krenzer
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Weiter geht es im wilden Hin und Her an Ankündigungen für Zölle durch US-Präsident Donald Trump: Nachdem er zuvor für ab Anfang Juni Zölle auf Waren aus der EU in Höhe von 50 Prozent angekündigt hat, hat Trump dies nun auf Anfang Juli verschoben. Wie das Manager Magazin sowie die New York Times berichten, sollen die Zölle nun ab 9. Juli gelten. Zuvor hatte es offenbar ein Gespräch zwischen ihm und der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gegeben.

Diese habe ihm zugesichert, dass es zeitnah Verhandlungen geben soll, um diese Zölle noch abzuwenden. „Europa ist bereit, Gespräche schnell und entschlossen voranzubringen“, wird von der Leyen zitiert. Es ist ein typischer Schachzug von Donald Trump, durch solche Androhungen andere Staaten an den Verhandlungstisch zu bringen, um Deals auszuhandeln – auch wenn er in diesem konkreten Fall beteuert, dass es ihm darum nicht ginge. Trump hatte vor einigen Wochen Zölle für nahezu alle Länder der Welt ausgesprochen, nur um sie kurz danach wieder weitestgehend auszusetzen. Die von ihm gesetzte Frist von 90 Tagen würde Anfang Juni eigentlich auslaufen. Offenbar, um den Druck auf die EU zu erhöhen, hatte er zuletzt die angekündigten Zollsätze noch einmal erhöht.

Automobilindustrie besonders betroffen

Aus Trumps Sicht wolle die EU die USA „abzocken„. Kompromissvorschläge seitens der Europäischen Union wie das beidseitige Streichen von Zöllen auf Industriegüter blieben von der US-Regierung bislang jedoch unbeantwortet. Europäische Hersteller dürften es sehr viel schwerer haben, ihre Waren in den USA abzusetzen, sollten die hohen Extra-Zölle tatsächlich in Kraft treten. Deren Konformität mit den Regeln der Welthandelsorganisation zweifelt die EU aber stark an und droht im Fall der Fälle ebenfalls mit drakonischen Maßnahmen – ein Szenario, das durchaus in eine Weltwirtschaftskrise münden könnte, weshalb die Börsen auch sehr empfindlich auf jede neue Ankündigung von Zöllen reagiert.

Besonders unter solchen Zöllen leiden würde auch die Automobilindustrie. Viele europäische Hersteller setzen viele ihrer Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten ab. Umgekehrt werden nicht allzu viele US-amerikanische Autos in Europa verkauft. Auch das Ungleichgewicht hier dürfte einer der Gründe dafür sein, weshalb Trump sein Heimatland von der EU unfair behandelt fühlt – und mit dem Wurf besonders großer Sandförmchen droht.

Quelle: Manager Magazin – „Trump hört auf von der Leyen und verschiebt neue EU-Zölle“ / New York Times – Trump Delays E.U. Tariffs Until July 9

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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