Tata stellt E-SUV Sierra vor

Tata stellt E-SUV Sierra vor
Copyright ©

Tata Motors

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Sierra ist wieder da. Allerdings nicht von Ford. Und auch nicht als Limousine. Und der Antrieb hat ebenfalls nichts mehr mit jenem Fahrzeug gemein, welches Ford in den 1980er und 1990er Jahren fast drei Millionen mal verkauft hat. Der indische Hersteller Tata Motors, Eigner der britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover, hat Mitte Januar auf der India Auto Expo mit dem Sierra EV ein serienreifes Konzept für einen Elektro-SUV vorgestellt.

Die Serienversion des Sierra EV, angesiedelt in der kompakten Mittelklasse, soll im Jahr 2025 auf den Markt kommen. Zu den technischen Daten gibt es bislang noch keine Informationen. Der Sierra werde auf der ALFA-Plattform (Agile Light Flexible Advanced) des Unternehmens stehen, die neben einem reinen Elektroantrieb auch Verbrenner-Versionen erlaubt.

Bis 2027 will Tata in Indien zehn Elektro-Modelle auf den Markt bringen. Bereits erhältlich sind der gut vier Meter lange E-SUV Nexon EV und die hochbeinige kompakte E-Limousine Tigor EV. Die Auslieferungen des Elektro-Kleinwagens Tiago EV, dem bis dato dritten E-Modell der Inder, sollen in diesem Monat starten.

Die Modelle sind alle recht einfach konstruiert. Den Tiago etwa gibt es mit einem 19 kWh sowie einem 24 kWh großen Batteriepaket. Dennoch soll das in der Basisversion nur umgerechnet gut 10.000 Euro teure E-Auto bis zu 250 km respektive 315 km weit kommen. Durchaus realistisch, schließlich bringt der Motor des spartanischen Stromers nur 45 kW bzw. 55 kW Leistung in einer stärkeren Variante auf die Straße.

Der E-SUV Nexon ist schon etwas sportlicher unterwegs, leistet aber auch nur 95 kW und kommt mit einem 30 kWh fassenden Akku bis zu 320 Kilometer weit, so der Hersteller. Die stärkere Nexon-Variante EV Max kommt mit 40 kWh Batterie bis zu 440 Kilometer weit und weist mit 105 kW auch etwas mehr Leistung auf. Die Max-Version ist in Indien ab gut 22.000 Euro zu haben.

Und wer sich jetzt denkt, ach soviel Elektroauto würde mir schon reichen – der wird enttäuscht sein. Tata verkauft seine Elektro-Modelle nur auf dem indischen Markt.

Quelle: Tata Motors – Herstellerwebsite / Inside Evs – Tata Sierra EV Concept gibt Ausblick auf kompaktes Adventure-SUV

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Ähnliche Artikel

„Electrify the ocean“ – Michael Josts neue Vision

„Electrify the ocean“ – Michael Josts neue Vision

Sebastian Henßler  —  

Ex-VW-Stratege Jost will mit eD-TEC die Meere elektrifizieren – und zeigt, wie nachhaltige Mobilität auch im Luxussegment funktionieren kann.

Chiles Lithiumplan: Mehr Mitsprache, weniger Wasser

Chiles Lithiumplan: Mehr Mitsprache, weniger Wasser

Sebastian Henßler  —  

Vom Vorwurf des grünen Kolonialismus zu Konsultation und Value Sharing: Der Salar de Atacama zeigt, wie Lithiumförderung Umwelt und Gemeinden verbindet.

Förderung gebrauchter E-Autos offenbar vom Tisch

Förderung gebrauchter E-Autos offenbar vom Tisch

Daniel Krenzer  —  

Wer in Deutschland darauf hoffte, nächstes Jahr ein gefördertes, gebrauchtes E-Auto anzuschaffen, dem sei gesagt: Pustekuchen.

Wie Mercedes-Benz Autos nachhaltiger machen will

Wie Mercedes-Benz Autos nachhaltiger machen will

Michael Neißendorfer  —  

Mercedes-Benz hat zur Unterstützung der eigenen Nachhaltigkeitsziele das Technologieprogramm Tomorrow XX gestartet – manches gibt es schon in Serie.

USA: Teslas Absatz fällt im November auf Vierjahrestief

USA: Teslas Absatz fällt im November auf Vierjahrestief

Tobias Stahl  —  

Trotz der Einführung günstigerer Basisvarianten sind die US-Verkäufe von Tesla im November auf den niedrigsten Wert seit fast vier Jahren gefallen.

Porsche in der Krise: Betriebsrat befürchtet massiven Job-Kahlschlag

Porsche in der Krise: Betriebsrat befürchtet massiven Job-Kahlschlag

Daniel Krenzer  —  

Der Betriebsrat warnt vor massivem Jobabbau bei Porsche, während der Automobilhersteller sein Sparprogramm verschärft und die Strategie wankt.