Der europäische Automobilmarkt wächst 2026 weiter, und Elektroautos gewinnen dabei deutlich an Boden. In den ersten acht Monaten des Jahres stiegen die Neuzulassungen in der Europäischen Union gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent. Wie der europäische Automobilverband ACEA mitteilt, bleibt die Nachfrage trotz steigender Energiepreise und anhaltender geopolitischer Unsicherheiten robust. Elektrifizierte Antriebe profitieren dem Verband zufolge unter anderem von Fördermaßnahmen und einem breiteren Modellangebot.
Reine Elektroautos erreichten von Januar bis August einen Marktanteil von 21,7 Prozent. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres waren es noch 15,8 Prozent gewesen. Insgesamt wurden in den ersten acht Monaten 1.641.333 neue Elektroautos in der EU zugelassen. Damit entfällt inzwischen mehr als jeder fünfte neue Pkw auf einen rein elektrischen Antrieb.
Drei der vier größten europäischen Märkte für Elektroautos entwickelten sich dabei besonders dynamisch. Frankreich steigerte die Elektroauto-Zulassungen um 74,2 Prozent, Deutschland um 53,1 Prozent und Dänemark um 40,9 Prozent. Belgien verzeichnete ein Plus von 13,1 Prozent. Zusammen stehen diese vier Länder laut ACEA für 64 Prozent aller Elektroauto-Neuzulassungen in der EU.
Jeder zehnte Neuwagen ein Plug-in-Hybrid
Noch größer ist weiterhin der Marktanteil klassischer Hybride ohne externen Ladeanschluss. Von Januar bis August wurden 2.759.718 Hybridautos neu zugelassen. Mit einem Anteil von 36,6 Prozent waren sie damit die am häufigsten gewählte Antriebsart. Besonders deutlich wuchsen die Zulassungen in Spanien mit 21 Prozent und Italien mit 20,5 Prozent. Deutschland legte um 5,2 Prozent zu, Frankreich um 1,8 Prozent. Zumindest das KBA zählt jedoch auch die jämmerlich wenig elektrifizierten Mildhybride hinzu.
Auch Plug-in-Hybride gewinnen weiter an Bedeutung. Ihre Neuzulassungen erreichten in den ersten acht Monaten 758.082 Fahrzeuge. Der Marktanteil erhöhte sich von 8,8 auf 10 Prozent. Besonders kräftige Zuwächse verzeichneten Italien mit 77,6 Prozent, Spanien mit 33,9 Prozent und Deutschland mit 15,6 Prozent.
Deutlich rückläufig bleiben dagegen reine Verbrenner. Die Benziner-Zulassungen sanken EU-weit um 18,6 Prozent. Besonders stark fiel das Minus in Frankreich mit 35,8 Prozent aus, aber auch Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 21,9 Prozent. Mit 1.634.733 Neuzulassungen kamen Benziner nur noch auf 21,7 Prozent Marktanteil – und damit auf exakt denselben Anteil wie reine Elektroautos.
Auch Diesel verloren 18,6 Prozent und erreichten nur noch 7,3 Prozent des Marktes, nach 9,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Benziner und Diesel zusammen kamen damit lediglich noch auf 29 Prozent der EU-Neuzulassungen. Ein Jahr zuvor waren es noch 37,5 Prozent gewesen.
Quelle: ACEA – Pressemitteilung vom 24. September 2026









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