Der deutsche Neuwagenmarkt hat im September deutlich zugelegt, wobei vor allem reine Elektroautos für Dynamik sorgten. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden insgesamt 256.774 Pkw neu zugelassen. Das waren 9,0 Prozent mehr als im September 2025. Mit 88.599 neuen Elektroautos entfiel inzwischen mehr als ein Drittel aller Neuzulassungen auf batterieelektrische Fahrzeuge.
Der Elektroauto-Marktanteil erreichte 34,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Neuzulassungen um 94,7 Prozent zu und haben sich damit nahezu verdoppelt. Auch gegenüber August ging es deutlich nach oben: Da waren 68.930 Elektroautos neu zugelassen worden. Nach neun Monaten stehen laut Verband der Automobilindustrie (VDA) nun 604.144 E-Auto-Neuzulassungen zu Buche, also 58 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Auch die privaten Pkw-Neuzulassungen entwickelten sich im September auffällig stark. Sie stiegen laut KBA um 28,5 Prozent und machten 40,3 Prozent des Gesamtmarktes aus. Die gewerblichen Registrierungen gingen dagegen um 1,2 Prozent zurück.
Hybride stagnieren, Verbrenner verlieren weiter
Bei Hybridfahrzeugen ist dagegen deutlich weniger Bewegung zu erkennen. Insgesamt wurden 98.871 Pkw mit Hybridantrieb neu zugelassen, lediglich 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Darunter befanden sich 27.861 Plug-in-Hybride, deren Zahl auf dem Niveau des Vorjahresmonats lag. Ihr Marktanteil betrug 10,8 Prozent.
Klassische Verbrenner verloren dagegen erneut deutlich. 44.632 Benziner bedeuteten ein Minus von 29,2 Prozent, ihr Marktanteil sank auf 17,4 Prozent. Bei Dieselfahrzeugen gingen die Neuzulassungen um 20,1 Prozent auf 23.058 Einheiten zurück. Ihr Anteil lag nur noch bei 9,0 Prozent. Benziner und Diesel kamen zusammen damit auf 26,4 Prozent Marktanteil – deutlich weniger als reine Elektroautos allein. Parallel sank der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw um 19,6 Prozent auf 82,7 Gramm je Kilometer.
Produktion bleibt im September auf Vorjahresniveau
Während der deutsche Neuwagenmarkt und insbesondere die Elektromobilität deutlich zulegten, bewegte sich die Pkw-Produktion seitwärts. Nach Angaben des VDA wurden im September 392.200 Pkw in Deutschland hergestellt, und somit so viele wie im Vorjahresmonat. Von Januar bis September liefen 3,03 Millionen Fahrzeuge von den Bändern, vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 liegt die Produktion weiterhin 15 Prozent niedriger.
Der Export stieg im September leicht um ein Prozent auf 288.800 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn wurden allerdings 2,29 Millionen Pkw exportiert und damit vier Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025.
Deutlich positiver entwickelt sich die Nachfrage nach Elektroautos bei den deutschen Herstellern. Deren inländische Auftragseingänge für reine E-Autos lagen im September 79 Prozent höher als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 66 Prozent. Die gesamten Auftragseingänge entwickelten sich dagegen schwächer: Einem Plus von vier Prozent im Inland stand ein Rückgang der Auslandsbestellungen um 16 Prozent gegenüber. Insgesamt gingen 13 Prozent weniger Bestellungen ein als im September 2025.
Quelle: KBA und VDA – Pressemitteilungen vom 5. Oktober 2026









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