BMV mit positiver Bilanz zum Förderaufruf für Wasserstoff-Lkw

BMV mit positiver Bilanz zum Förderaufruf für Wasserstoff-Lkw
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) zieht eine positive Zwischenbilanz zu dem im Januar veröffentlichten Förderaufruf für den Aufbau eines initialen Netzes zur Betankung schwerer Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff in Deutschland. Bis zum Ende der Einreichungsfrist am 30. Juni 2026 gingen einer Mitteilung des Ministeriums zufolge 526 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von 455 Millionen Euro beim Projektträger ein. Darunter sind 71 Anträge für Tankstellen und 455 Anträge für Fahrzeuge und Fahrzeugflotten. Dafür stellt das BMV insgesamt 220 Millionen Euro bereit.

„Die starke Resonanz auf unseren Förderaufruf für den Aufbau eines initialen Netzes zur Betankung schwerer Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff in Deutschland zeigt: mit unserem Ansatz kommen wir genau zur richtigen Zeit. Denn die Branche setzt neben der Elektromobilität auch auf Wasserstoffmobilität bei den schweren Lkw“, erklärt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. „Mit unserer kombinierten Förderung von einer großen Anzahl von Tankstellen und Fahrzeugen schaffen wir es, den entscheidenden Impuls zur Überwindung der Henne-Ei-Problematik zu geben. Damit legen wir den Grundstein für den zügigen Hochlauf einer klimafreundlichen Wasserstoff-Lkw‑Flotte. So stärken wir Innovation, Planungssicherheit und Wertschöpfung in Deutschland.“

Die Förderung, so das Ministerium weiter, werde auch in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld als wichtiger Impuls für die Branche wahrgenommen. Die breite Beteiligung, auch führender Hersteller schwerer Nutzfahrzeuge, unterstreiche die industriepolitische Bedeutung des Vorhabens.

Auch der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hebt die Relevanz des Förderaufrufs in seinem aktuellen Informations- und Grundlagenpapier zu Wasserstoffbedarfen hervor. Er bezeichnet ihn als möglichen „Game-Changer“ für den Markthochlauf und sieht darin die Basis für den Aufbau eines Grundnetzes an Wasserstofftankstellen bis etwa 2030. „Legt man dieses zugrunde, dann ist eine Wasserstoff-Lkw-Flotte von einigen tausend Fahrzeugen bis 2030 möglich“, so der NWR.

Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren auf Basis der vorher festgelegten Kriterien. Die priorisierten Anträge sollen eine Bewilligung in der zweiten Jahreshälfte erhalten.

Quelle: BMV – Pressemitteilung vom 01.07.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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