BASF erwirbt Standort in Kanada für E-Auto-Batteriematerialien und -recycling

BASF erwirbt Standort in Kanada für E-Auto-Batteriematerialien und -recycling
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der deutsche Chemiekonzern BASF hat eine Vereinbarung zur Sicherung eines Grundstücks für einen zukünftigen Produktionsstandort für Kathodenmaterialien und Batterierecycling in Bécancour in Quebec, Kanada, unterzeichnet. Dies sieht das Unternehmen als Teil des Engagements, nordamerikanische Hersteller beim Umstieg auf Elektromobilität zu unterstützen. Eine regionale Versorgungskette sei entscheidend für eine zuverlässige und widerstandsfähige Versorgung mit Batteriematerialien, so BASF in einer aktuellen Mitteilung.

Mit der Investition baut BASF die Produktion von Kathodenmaterialien in Nordamerika weiter aus und ergänzt die bereits bestehenden Produktionsstandorte. Der neue Standort biete ausreichend Platz für eine Erweiterung auf bis zu 100 Kilotonnen an Kathodenmaterialien pro Jahr mit dem Potenzial für eine vollintegrierte Versorgung mit Vorprodukten für Kathodenmaterialien. Er lasse sich auch gut anbinden an das globale Metallbeschaffungsnetzwerk von BASF mit einer Raffinerie für Nickel- und Kobalt-Zwischenprodukte und dem Recycling aller Batteriemetalle (einschließlich Lithium). Diese Erweiterungsmöglichkeiten sollen die BASF-Strategie unterstützen, ein integriertes, geschlossenes Netzwerk für Batteriematerialien in allen Schlüsselregionen aufzubauen.

Die Planungsarbeiten für das Projekt haben begonnen, und vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen strebt BASF die Inbetriebnahme des Projekts im Jahr 2025 an.

„Da in Nordamerika regelmäßig neue Investitionen in Elektroautos und die entsprechende Infrastruktur angekündigt werden, ist es uns ein Anliegen, unser eigenes Investment in der Region zu verfolgen“, sagt Dr. Peter Schuhmacher, Leiter des Unternehmensbereichs Catalysts von BASF. „Der Landerwerb ist eine notwendige Voraussetzung, um unsere Strategie weiter voranzutreiben, unsere Präsenz in Schlüsselregionen auszubauen und so die Produktionsstätten unserer Kunden mit einer nachhaltigen und zuverlässigen lokalen Versorgung besser zu bedienen. Wir freuen uns darauf, den Umstieg auf Elektromobilität in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko und darüber hinaus zu unterstützen.“

Mit seiner idealen Lage am Sankt-Lorenz-Strom zwischen Montreal und Quebec City biete der neue Standort günstige Bedingungen für eine effiziente Logistik und setzt auf wettbewerbsfähige Wasserkraft, um den CO2-Fußabdruck seiner Produkte im Vergleich zum Branchendurchschnitt weiter zu verringern.

Quelle: BASF – Pressemitteilung vom 04.03.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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