Zulassungen bei E-Fahrzeugen steigen überdurchschnittlich

Zulassungen bei E-Fahrzeugen steigen überdurchschnittlich
Copyright:

shutterstock / 1545673832

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind im Februar in Deutschland 206.210 Fahrzeuge neu zugelassen worden. Dies sind 2,8 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich und 4,6 Prozent mehr als noch im Januar. Bei den E-Autos stiegen die Zulassungen von 28.306 im Vorjahr auf 32.475 in diesem Februar, das entspricht einem Zuwachs von 14,7 Prozent. 15,7 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge sind vollelektrisch angetrieben.

Die größte Gruppe der Neuzulassungen machen aber nach wie vor reine Benziner aus. 75.267 davon wurden im Februar neu zugelassen und damit 8,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es folgen die Diesel-Fahrzeuge mit 38.355 Zulassungen und einem Minus von 7,3 Prozent. Einen noch stärkeren Einbruch erleben nach Förderungsende die Plug-in-Hybride: Lediglich 11.916 wurden neu zugelassen – satte 44,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Keine gute Nachricht für den Klimaschutz ist indes, dass trotz angestrebter Dekarbonisierung des Verkehrssektor der durchschnittliche CO2-Ausstoß der zugelassenen Fahrzeuge um 1,6 Prozent auf 119,8 g pro Kilometer angestiegen sind. Das liegt vor allem daran, dass SUV (29,6 Prozent) und Geländewagen (17,3 Prozent) weiter an Beliebtheit zulegen. Erst auf Rang drei folgt die Kompaktklasse mit 17 Prozent der Neuzulassungen vor Kleinwagen mit 11,8 Prozent und einem Rückgang von 8,8 Prozent.

Nicht alle Marken konnten von den wieder steigenden Zulassungszahlen profitieren. So verkaufte Mitsubishi fast 76 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr. Der japanische Hersteller hatte im Dezember noch zahlreiche Plug-in-Hybride zu alten Förderbedingungen ausgeliefert.

Die zehn Marken mit den meisten verkauften Fahrzeugen im Februar waren (mit Vorjahresvergleich):

  1. Volkswagen 39.519 (+7,1 Prozent)
  2. Mercedes-Benz 21.682 (+17,1 Prozent)
  3. Audi 18.277 (+11,6 Prozent)
  4. BMW 14.885 (-4,7 Prozent)
  5. Skoda 13.745 (+7,9 Prozent)
  6. Opel 9.637 (-17,6 Prozent)
  7. Ford 8.933 (-2,6 Prozent)
  8. Seat 8.111 (-10,5 Prozent)
  9. Tesla 7.771 (+29,7 Prozent)
  10. Hyundai 6.970 (-5,5 Prozent)

 

Einen starken Einbruch erlebte Renault um 40,6 Prozent auf 3.608 Fahrzeuge. Polestar lieferte nur 125 Fahrzeuge aus – und damit 65,7 Prozent weniger als im Vorjahr. MG steigerte sich deutlich auf 1.330 Fahrzeuge (+104,6 Prozent). Echte Exoten sind hingegen derzeit noch die chinesischen Elektro-Marken Aiways (keine Auslieferung im Februar, 5 im Januar), BYD (7) und Nio (13). Von Lucid wurden drei Fahrzeuge im Februar zugelassen.

Quelle: Kraftfahrtbundesamt, 3. März 2023

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

BMW-Chef Zipse: „Mich ärgert das fehlende Selbstbewusstsein in Deutschland“

BMW-Chef Zipse: „Mich ärgert das fehlende Selbstbewusstsein in Deutschland“

Michael Neißendorfer  —  

BMW-Chef Zipse findet: Deutschland müsse aufhören mit dem Jammern und Klagen – das Land stehe viel besser da, als viele sagen.

Hohe Spritpreise: Mit E-Autos raus aus der fossilen Abhängigkeit

Hohe Spritpreise: Mit E-Autos raus aus der fossilen Abhängigkeit

Michael Neißendorfer  —  

Die Spritpreise haben angesichts des Irankriegs zum ersten Mal seit Jahren wieder die Schwelle von 2 Euro übersprungen. Autofahren ginge auch günstiger.

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

Sebastian Henßler  —  

Rio Tinto und CATL planen eine strategische Partnerschaft für E-Fahrzeuge im Bergbau. Ziel sind weniger CO₂-Emissionen und das Recycling von Batterierohstoffen.

„Enorme Unsicherheit“ beim Geschäftsklima der Autoindustrie

„Enorme Unsicherheit“ beim Geschäftsklima der Autoindustrie

Michael Neißendorfer  —  

Kommt nun wieder ein Aufschwung für die Autoindustrie? Die Vorzeichen stehen gut – wäre da nicht der Krieg in Iran.

China und Europa: Vom Invasions-Mythos zur Integrationslogik

China und Europa: Vom Invasions-Mythos zur Integrationslogik

Sebastian Henßler  —  

Die Debatte über eine „China-Invasion“ auf Europa greift zu kurz. Der Wettbewerb findet im selben System statt – über Restwerte, Finanzierung und Service.

Auf dem Weg zur Elektromobilität bremst vor allem die Verunsicherung

Auf dem Weg zur Elektromobilität bremst vor allem die Verunsicherung

Michael Neißendorfer  —  

Die Elektromobilität steht weniger vor einer technischen als vor einer kommunikativen Herausforderung. Sie hat großes Potenzial – aber auch viele Bremser.

„Made in EU“-Pläne stellen europäische Autobauer vor schwierige Fragen

„Made in EU“-Pläne stellen europäische Autobauer vor schwierige Fragen

Tobias Stahl  —  

Die EU-Kommission plant, Subventionen für Autobauer an Mindestquoten für europäische Komponenten zu koppeln. EU-Länder bewerten das Vorhaben unterschiedlich.