Yamaha entwickelt E-Modul für Hypercars

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Yamaha Motor

Wolfgang Plank
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In der Hauptsache baut Yamaha Motorräder und Außenborder. Eher weniger bekannt ist, dass der Mischkonzern seit 2020 auch Prototypen von Elektromotoren für Automobile entwickelt. Wie „auto motor und sport“ meldet, haben die Japaner nun ein Modul mit 350 kW vorgestellt. Wie es heißt, könnte der E-Motor in „Hyper-EVs“ und anderen Hochleistungs-Fahrzeugen eingesetzt werden.

Die Maschine arbeitet demnach mit 800 Volt Betriebsspannung und soll eine enorm hohe Leistungsdichte bieten. Bei dem System handelt es sich um einen ölgekühlten „Integrierten-Permanentmagnet-Synchronmotor“ (IPMSM). Dabei werden mechanische Komponenten wie das Getriebe sowie elektrische Bauteile wie Wechselrichter in die Einheit integriert. Das ermöglicht eine besonders kompakte Bauweise.

Um in die Regionen eines Hypercars vorstoßen zu können, wurde das E-Modul laut Yamaha so entwickelt, dass mehrere davon in einem Fahrzeug verbaut werden können. Bei je einem Motor pro Rad ließe sich eine Gesamtleistung von 1400 kW (1904 PS) erzielen. Angaben zu Drehmoment, Gewicht oder Abmessungen macht Yamaha aktuell nicht. Der Prototyp des neuen Aggregats soll Ende Mai auf der „Automotive Engineering Exposition“ in Yokohama ausgestellt werden. Fachleute erhoffen sich spätestens dann weitere Details.

Yamaha wird mit der Anmerkung zitiert, dass sich das Modell noch in der Entwicklung befinde und sich die technischen Daten demzufolge ändern könnten. So könne die maximale Leistung wie auch die Art der Kühlung angepasst oder auf Kundenwunsch geändert werden.

Ein elektrisches Hypercar oder Elektroautos allgemein will Yamaha laut der Meldung offenbar nicht bauen, Entwicklungen im Kundenauftrag werden allerdings nicht ausgeschlossen. Die bisherigen Prototypen der Yamaha-E-Motoren lagen im Bereich zwischen 35 und 200 kW.

Quelle: auto motor und sport – Neues, kompaktes 350-kW-Modul

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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