XPeng sieht mehr „Kooperationen als langfristigen Trend“

XPeng sieht mehr „Kooperationen als langfristigen Trend“
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Elektroauto-Hersteller XPeng sieht eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Automobilherstellern als langfristigen Trend. Diese Strategie wird durch die Entwicklung gemeinsamer Modelle mit dem deutschen Autoriesen Volkswagen unterstützt. Aber auch bei anderen chinesischen Marktbegleitern von XPeng zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

XPeng selbst bietet anderen Automobilherstellern seine Technologie für autonomes Fahren und Elektroautos an. Dies ermöglicht dem Unternehmen, neue Einnahmequellen zu erschließen, erklärte Brian Gu, Vizepräsident von XPeng, in einem Interview mit der South China Morning Post. „Wir sehen mehr Kooperationen als langfristigen Trend, da es schwer vorstellbar ist, dass traditionelle Autohersteller schnell eigene intelligente Fahrtechnologien entwickeln können“, sagte Gu. Laut ihm ist die intelligente Fahrtechnologie die Zukunft der Elektroautos, und jüngste Partnerschaften hätten XPeng ermöglicht, diese Technologie zu lizenzieren und erhebliche wirtschaftliche Erträge zu erzielen.

Als Beispiel lassen sich hier Volkswagen und General Motors aufführen. Einst führend in China haben sie nun Schwierigkeiten, mit den schnellen Fortschritten der chinesischen Elektroauto-Hersteller mitzuhalten. Im vergangenen Juli kündigte Volkswagen an, mehrere hundert Millionen Euro zu investieren, um rund 4,99 Prozent von XPeng zu erwerben. Die beiden Unternehmen planen, gemeinsam zwei Volkswagen-Elektromodelle für den chinesischen Mittelklasse-Markt zu entwickeln.

Diese Modelle werden unter Nutzung der Kernkompetenzen beider Firmen gebaut: der XPeng G9-Plattform sowie der Konnektivitäts- und ADAS-Software (Advanced Driver Assistance System). Eine entsprechende Vereinbarung zur technischen Zusammenarbeit im Bereich der Elektrik/Elektronik-Architektur (E/E-Architektur) wurde im April unterzeichnet. Neben XPeng kooperieren auch andere lokale Firmen mit ausländischen Automobilherstellern.

Im Oktober 2023 verkündete Leapmotor, dass Stellantis 1,5 Milliarden Euro für einen Anteil von etwa 20 Prozent an Leapmotor investieren werde, was den europäischen Autoriesen zum größten externen Anteilseigner macht. Im Mai dieses Jahres startete die gemeinsame Unternehmung Leapmotor International offiziell und wird ab September Fahrzeuge in Europa verkaufen. Stellantis führt das Joint Venture mit einem Anteil von 51 Prozent, während Leapmotor die restlichen 49 Prozent hält.

Nio geht derzeit parallel ähnliche Partnerschaften ein. So habe der chinesische Elektroautohersteller einen Technologie-Lizenzvertrag mit Forseven Limited, einer Tochtergesellschaft des Abu Dhabi-Regierungsfonds CYVN Holdings, abgeschlossen. Nio werde Forseven eine nicht-exklusive und nicht-übertragbare weltweite Lizenz zur Nutzung bestimmter technischer Informationen, Lösungen, Software und geistigen Eigentums in Bezug auf die Smart-EV-Plattform des Unternehmens gewähren.

Quelle: CNEVPost – Xpeng sees more collaboration with other carmakers as long-term trend

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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