Wie Wolts E-Fahrzeuge Städte leiser machen

Wie Wolts E-Fahrzeuge Städte leiser machen
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Wolt | Jens Oellermann

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Wolt zählt zu den Technologieunternehmen, die lokale Anbieter mit Kunden verbinden, die Lebensmittel und andere Waren bestellen möchten. Die Plattform wurde 2014 in Finnland gegründet und gehört seit 2022 zu DoorDash. Seit dem Start in Deutschland im Jahr 2020 arbeitet das Unternehmen daran, Bestellungen und Lieferprozesse einfacher zu gestalten und den Alltag in den Stadtteilen zu entlasten. Vor diesem Hintergrund rückt Wolt zunehmend nachhaltige Mobilität in den Mittelpunkt und baut den Einsatz elektrischer Transportmittel im Lieferbetrieb deutlich aus.

Ab diesem Winter sollen zwanzig Elektroautos sowie zwanzig VOK E-Lastenräder in mehreren deutschen Städten unterwegs sein. Die E-Autos werden zunächst in Berlin, Köln, Frankfurt, München, Hamburg und Potsdam eingesetzt. Die Lastenräder konzentrieren sich auf Berlin, wo sie sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise für kurze Wege in dicht bewohnten Gebieten eignen. Bereits im Februar hatte Wolt erste Exemplare in der Hauptstadt eingeführt und deren Anzahl Schritt für Schritt erweitert.

Wolt: Zwei Drittel der Lieferungen rollen bereits elektrisch

Zwischen Juli 2024 und Juli 2025 wurden nach Angaben des Unternehmens rund zwei Drittel aller Lieferungen in Deutschland mit emissionsarmen Mobilitätsformen durchgeführt, etwa mit Fahrrädern, E-Bikes oder E-Scootern. Diese Entwicklung zeigt, dass elektrische Fortbewegungsmittel für viele Kurier:innen bereits ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden sind. Der Anteil emissionsarmer Lieferfahrten steigt weiter, weil mehr Menschen auf elektrische Unterstützung umsteigen und damit neue Optionen im täglichen Einsatz nutzen.

Im Zuge der Ausweitung ordnet Jamie Saab, Global Head of Sustainability bei Wolt, die Bedeutung der aktuellen Schritte ein. Er betont, dass nachhaltige urbane Mobilität ein Kernanliegen des Unternehmens sei. Sie solle nicht nur dazu beitragen, Emissionen und Staus zu verringern, sondern auch den Zugang zu sauberen und bezahlbaren Elektrofahrzeugen erleichtern. Saab verweist darauf, dass die Menschen, die täglich für die Plattform arbeiten, von diesen Lösungen profitieren sollen. Deutschland sieht er als einen der erfolgreichsten Märkte für Lieferungen mit geringerem Ausstoß. Die Einführung zusätzlicher E-Autos betrachtet er als wichtigen Fortschritt auf dem Weg zu einem umweltfreundlicheren Liefermodell.

Die neuen Transportmittel sind Teil des Better Cities Programs, das wiederum auf dem Better Cities Fund aufbaut. Dieser Fonds umfasst 2,25 Millionen Euro und wurde 2024 ins Leben gerufen, um Kurier:innen beim Zugang zu E-Bikes und Elektromopeds zu unterstützen. Das Angebot umfasst finanzielle Hilfen sowie den Zugang zu speziell entwickelten elektrischen Mobilitätslösungen. Die hohe Nachfrage zeigt laut Wolt, dass der Wunsch nach einem Umstieg auf elektrische Transportmittel bereits stark verankert ist.

Was die neuen Maßnahmen in Europa bewirken

Ein Blick auf die europaweiten Aktivitäten des Unternehmens verdeutlicht, dass diese Maßnahmen bereits Wirkung zeigen. Seit Anfang 2024 wurden nach Unternehmensangaben rund 45 Tonnen CO₂ durch dokumentierte Einsätze elektrischer Autos und anderer E Mobilitätsformen eingespart. Diese Menge entspricht etwa 135.000 Autokilometern oder der jährlichen CO₂-Bindung von rund 2000 Bäumen.

Parallel dazu wurden die Routenführung und die betriebliche Effizienz in der Wolt App verbessert. Diese Änderungen reduzierten die Emissionen pro Lieferung innerhalb von zwölf Monaten weltweit um acht Prozent, in einigen Märkten sogar deutlich stärker.

Quelle: Wolt – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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