Wie weit fahren E-Autos mit 0 Prozent Restakku noch?

Wie weit fahren E-Autos mit 0 Prozent Restakku noch?
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Reichweitenangst ist nur was für Elektroauto-Anfänger, wird so mancher alte E-Hase sagen. Anfangs lädt man noch lieber bei 50 Kilometern Restreichweite nach, später wagt man sich auch mal auf 20 oder 10 Kilometer vor. Besonders Mutige trauen sich in den einstelligen Bereich. Doch bei vielen Elektroautos ist selbst bei 0 noch nicht Schluss, denn es gibt eine kleine Reserve. Wie groß die ist, wollte das c´t-Magazin gemeinsam mit dem ADAC herausfinden.

Auf einem Testgelände wurden sechs Elektroautos solange gefahren, bis sie tatsächlich mit leerem Akku stehengeblieben sind. Beteiligt waren Modelle der Marken VW, Tesla, Kia, Volvo, BYD und Nio. Alle Fahrzeuge warnten frühzeitig – teilweise ab 20 Prozent Restakku – vor der leer werdenden Batterie, zudem wurde bei allen E-Autos automatisch die Leistung gedrosselt, um möglichst viele Kilometer aus dem verbliebenen Strom „herauszuquetschen“ – in vielen Elektroautos mit einer knuffigen Schildkröte symbolisiert. Wobei derjenige, der diese im Alltag zu sehen bekommt, in der Regel die Knuffigkeit nicht allzu sehr zu schätzen wissen dürfte, solange keine Ladestation in Sichtweite ist.

Liegenbleiben ist schon eine Kunst

So tauchte im Test die Schildkröte beim Kia EV6 bei 0 Prozent auf, die Leistung wurde deutlich heruntergefahren. Dennoch haben alle sechs Elektroautos bei Tempo 100 noch mindestens 10 Kilometer geschafft, ehe die Leistung massiv reduziert wurde. Doch die meisten seien selbst dann noch 5 bis 10 weitere Kilometer gefahren, ehe die Autos teilweise auch zu hoppeln anfingen, also nur noch ruckelnd „Gas“ annahmen, und schließlich stehenblieben. Diese Richtwerte könnten bei Steigungen, Kälte oder älteren Batterien jedoch kürzer ausfallen.

Der unter Laien weitverbreitete Angst, man könne mit einem Elektroauto unvermittelt stehenbleiben, könne man laut Redaktion aber beruhigend entgegentreten. „Eine gute Warnkaskade macht es fast unmöglich, unvorbereitet stehenzubleiben“, heißt es im Artikel. Wer sich spätestens bei 10 Prozent Restakku auf den Weg zur nächsten Ladestation mache, der bleibe im Alltag nicht liegen. Laut ADAC komme es genauso selten zu liegengebliebenen Elektroautos wegen leerem Akku, wie Verbrenner wegen eines leeren Tanks stehenbleiben würden. Technische Probleme seien als Ursache für Liegenbleiben bedeutend häufiger.

Quelle: Ecomento – Test der „geheimen Reserve“: So weit kommen E-Autos mit „leerer Batterie“ / Heise online – Praxistest mit sechs Elektroautos: Akkus bis zum Stillstand leerfahren

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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