Wie es um EasyMiles autonomes Elektro-Shuttle EZ10 steht

Wie es um EasyMiles autonomes Elektro-Shuttle EZ10 steht
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EasyMile

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Gemeinsam mit EasyMile arbeitet das Münchner Start-up Sono Motors an einem autonomen Shuttle, dem EZ10. Die Münchner sorgen bei dem Projekt dafür, dass auf der Karosserie angebrachte Solar-Paneele die Reichweite des selbstfahrenden Fahrzeugs erhöhen, wie es bereits beim Solar-Elektroauto Sono Sion der Fall ist. In einem aktuellen Blogbeitrag gibt Sono Motors einen Überblick auf den Stand der Entwicklung des EZ10.

Die vollelektrische People Mover-Lösung EZ10 ist unter anderem dafür gedacht, den ÖPNV zu ergänzen oder das Verkehrsaufkommen auf Werks- und Privatgeländen wie beispielsweise Business Parks zu verringern. Mit dem fahrerlosen Service will EasyMile Lücken auf der sogenannten ersten- und letzten Meile schließen, zum Beispiel um Mitarbeiter einer Firma auf dem letzten Wegstück komfortabel, schnell und wettergeschützt von einer U-Bahn-Haltestelle zum Standort zu bringen.

Die Shuttles sind aus vielen Gründen perfekt für die Integration von Solarzellen geeignet, heißt es in dem Blogbeitrag. Mit Solarpaneelen könne die Reichweite und somit die Betriebsdauer auf eine besonders ökologisch-nachhaltige Art und Weise verlängert werden. Das Fahrzeug sei so weniger abhängig von der vorhandenen Ladeinfrastruktur und man könne die Ladeintervalle verkürzen.

EasyMile geht davon aus, mit der verfügbaren Fläche auf dem Dach und teilweise den Seiten eines EZ10-Shuttles Solarzellen mit einer Gesamtleistung von etwa 1 bis 1,5 kWp installieren zu können. Schätzungsweise 3 bis 5 kWh Energie pro Tag könnten somit erzeugt werden. Das seien allerdings noch keine belastbaren Aussagen, da sich erst in der demnächst anstehenden Prototypen-Phase zeigen werde, wie hoch der Energieumsatz wirklich ist. Noch in diesem Jahr wolle EasyMile mit Testfahrten starten.

Für den kommerziellen Einsatz des EZ10 hat EasyMile schon einige konkrete Ziele ins Auge gefasst. Zum Beispiel Länder wie Norwegen, in denen es sehr viele Fachkräfte gebe, wo allerdings die Nachfrage nach systemkritischen Berufen wie zum Beispiel Bus- oder Lastkraftwagenfahrern sehr hoch sei. Mehrere Branchenverbände und potenzielle Kunden berichten demnach, dass sie Probleme haben, offene Stellen zu besetzen oder dass aufgrund von mangelnder Wirtschaftlichkeit Busstrecken, vor allem auf dem Land, nicht mehr bedient werden können. Diese Lücken könne der EZ10 schließen.

Quelle: Sono Motors – Blogbeitrag vom 17.06.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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