Was Skoda bis 2020 in Sachen Elektroautos und Elektromobilität plant

Was Skoda bis 2020 in Sachen Elektroautos und Elektromobilität plant
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Alain Favey, seit September 2018 Chef des Vorstandsressort für Vertrieb und Marketing bei der tschechischen VW-Konzernmarke Skoda, sprach in einem Interview mit der Automobilwoche unter anderem über Elektromobilität, Abo-Modelle für Neuwagen und die Zukunft von Gasantrieben.

Auch Skoda bereitet sich auf den Hochlauf der Elektromobilität vor: Mit dem Mitteklasse-Modell Superb kommt demnächst Skodas erster Plug-In-Hybrid auf die Straße, Anfang 2020 folgt der elektrische e-Up-Bruder Citigo und Ende 2020 der Vision, ein Crossover-SUV mit dynamischer Coupélinie. 2019 sei deshalb „ein ganz besonderer Moment in der 124-jährigen Geschichte des Unternehmens“, so Favey, und die Vorbereitungen für die E-Mobile „laufen auf Hochtouren“.

Da Skoda bislang noch keine Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen gesammelt hat, sei der Schwenk hin zur Elektromobilität „eine Herausforderung“. Erleichtert werde diese allerdings „von den Erkenntnissen der Schwestermarken des Volkswagen Konzerns, die bereits E-Autos anbieten“. Skoda habe bereits „umfassende Schulungsprogramme für die Händler entwickelt und klare Konzepte definiert, wie die E-Mobilität in den Ausstellungsräumen und Werkstätten dargestellt werden soll.

Zudem plant der Hersteller zum Beispiel die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Dach von Autohäusern, um den dort erzeugten Strom an E-Auto-Fahrer zu verkaufen: „Viele Kunden, die ohne Schnelllade-Möglichkeiten in Mietwohnungen oder Hochhäusern leben, könnten diesen Service gerne nutzen.“

Selbst kleine Elektroautos wie der Citigo seien entgegen den Befürchtungen vieler anderer Automanager profitabel, da sie helfen, „die ambitionierten CO2-Ziele zu erreichen. Dafür zählt jedes Auto. Je höher der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge ist, umso weniger Strafzahlungen müssen wir ggf. leisten.“ Große Vorteile zieht Skoda auch aus der Zugehörigkeit zum VW-Konzern: „In Zukunft setzen wir sicher auf die MEB-Plattform“, sagt Favey.

Auch Abo-Modelle und Gasantriebe hat Skoda auf dem Schirm

Das Thema Auto im Abo, wie es unter anderem Volvo bereits anbietet, sei auch bei Skoda denkbar, so der Vertriebs-Vorstand: „Wir wollen die Simply Clever Company für beste Mobilitätslösungen werden. Das könnte in Zukunft auch ein Auto im Abo einschließen.“ Derzeit gebe es „allerdings keine konkreten Überlegungen oder Pilotprojekte dazu.“

Fix eingeplant sei hingegen, auch weiterhin Erdgasmodelle anzubieten. Skoda sei „von der CNG-Technologie überzeugt“ und habe „immer CNG-Optionen in der Palette gehabt und das mit einem hohen Marktanteil“. Noch in diesem Jahr sollen deshalb auch der Kompaktwagen Scala und der Kompakt-SUV Kamiq mit diesem Antrieb ins Programm genommen werden: „Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um CO2 zu verringern. Und dazu zählt ganz klar auch CNG.“

Quelle: Automobilwoche – Skoda-Vertriebs-Vorstand Favey: „Arbeiten intensiv daran, Kapazitäten auszuweiten“

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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