VW-Ladetochter Elli bietet Zugang zu 900.000 Ladepunkten

VW-Ladetochter Elli bietet Zugang zu 900.000 Ladepunkten
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Volkswagen / Elli

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Volkswagen treibt mit seiner Ladetochter Elli eigener Aussage nach die Elektromobilität in Europa weiter voran. Elli erweitert hierfür ihr Angebot deutlich. Nutzer:innen der Elli App, Elli Card oder Charge&Fuel Card können nun rund 900.000 öffentliche Ladepunkte in 28 Ländern Europas nutzen. Darunter befinden sich etwa 80.000 Schnellladepunkte.

Die steigende Anzahl an Lademöglichkeiten geht einher mit einem neuen Tarifsystem. Dieses soll verständlich aufgebaut sein und Preise klar darstellen. Plug&Charge, günstiges Schnellladen bei Ionity und internationales Roaming gehören ebenfalls zum Angebot, wie aus entsprechender Mitteilung hervorgeht. Elli übernimmt ab sofort die Verantwortung für sämtliche Lade- und Tankdienstleistungen im Volkswagen-Konzern.

Dafür wurde das Unternehmen Elli Mobility als Tochtergesellschaft gegründet. An der Spitze steht Joschi Jennermann, der die Entwicklungen optimistisch einordnet. Für ihn ist ein verlässliches und gut vernetztes Ladenetz die Grundlage für eine erfolgreiche Verbreitung von E-Autos. Jede neue Ladesäule trage dazu bei, Elektromobilität zur Normalität zu machen.

Mit Elli und dem ID. Buzz Pro auf Weltreise

Ein besonderes Projekt soll zeigen, wie weit man mit einem Elektroauto schon heute kommen kann. Der Abenteurer Rainer Zietlow startet gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Elli zu einer Weltreise. Sein Ziel: mit dem ID. Buzz Pro so viele Länder wie möglich elektrisch bereisen – und dabei einen neuen Guinness-Weltrekord aufstellen. Die Tour beginnt in Hannover und soll ihn innerhalb eines Jahres durch mehr als 75 Staaten führen. Geplant ist eine Route über sechs Kontinente, von Europa bis Kanada.

In Europa wird Zietlow unter anderem Österreich, Italien, Frankreich und die Türkei durchqueren. Die Erfahrungen aus früheren Touren helfen ihm bei der Planung. Bereits 2020 war er mit einem ID.3 zu einer Rekordfahrt durch Deutschland unterwegs. Damals war das Netz deutlich kleiner. Heute zeigt sich: Die Ladeinfrastruktur ist nicht nur gewachsen, sondern auch besser integriert. Ladepausen lassen sich einfacher planen, auch in ländlicheren Regionen.

Zietlow hebt hervor, dass das neue Netzwerk von Elli schnelles Laden an vielen Stellen ermöglicht. Das sei ein wichtiger Faktor für eine Reise, bei der Zeit und Zuverlässigkeit entscheidend sind. Die Kombination aus ausgebautem Netz, einfacher Bedienung und transparentem Tarifmodell soll zeigen, wie alltagstauglich Elektromobilität mittlerweile ist.

Elli will zeigen, dass Ladeinfrastruktur funktioniert – weltweit

Mit dem aktuellen Ausbau reagiert Elli auch auf die wachsende Nachfrage. Immer mehr Menschen steigen auf E-Autos um – sei es aus Umweltbewusstsein, wegen staatlicher Förderung oder durch steigende Kraftstoffpreise. Ein dichtes und stabiles Ladenetz gilt dabei als Schlüssel zur Akzeptanz. Das Unternehmen will durch einfache Nutzung und breite Verfügbarkeit überzeugen.

Die Weltumrundung von Zietlow dient auch als realer Belastungstest. Sie soll zeigen, ob das neue Angebot in der Praxis hält, was es verspricht. Herausforderungen wie unterschiedliche Standards, Strecken in abgelegenen Gebieten und extreme klimatische Bedingungen werden Teil des Alltags sein. Damit wird nicht nur das Auto geprüft, sondern auch das dahinterstehende Ladesystem.

Quelle: Volkswagen Group – Per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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