Jeder VW ID.3 wird nun 3570 Euro günstiger

Jeder VW ID.3 wird nun 3570 Euro günstiger
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Volkswagen

Daniel Krenzer
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Vor wenigen Tagen hatten wir bereits berichtet, dass die Basisvariante des VW ID.3 nun für weniger als 30.000 Euro zu haben ist. Nun steht einem Electrive-Bericht zufolge fest: Nicht nur die Einstiegsvariante, sondern alle ID.3 über alle Ausstattungslinien hinweg werden um 3570 Euro brutto (3000 Euro netto) günstiger – zumindest während des vierten Quartals des Jahres. Zuerst hatte Nextmove darüber berichtet.

Der VW ID.3 Pure mit dem 52 kWh großen Akku ist laut Konfigurator somit nun ab 29.760 Euro zu haben, der ID.3 Pro mit der 59 kWh großen Batterie ab knapp 33.000 Euro. Beim Pro S mit dem 77 kWh großen Akku gehen die Preise nun bei 40.455 Euro los, der GTX ist ab 43.655 Euro, der GTX Performance ab 45.155 Euro erhältlich. Die Aktionspreise gelten zunächst bis Jahresende, doch auch die regulären Listenpreise sind inzwischen deutlich niedriger als noch Anfang des Jahres.

Zwar befindet sich Volkswagen aktuell in einer Absatzkrise, doch dürfte dieser Schritt auf einen anderen Grund zurückzuführen sein. Im kommenden Jahr werden die Flottengrenzwerte beim CO2-Ausstoß deutlich strenger, sodass alle Autohersteller gezwungen sind, einen höheren Anteil an Elektroautos auf den Markt zu bringen, um hohe Strafzahlungen aus dem Weg zu gehen. Statt 116 Gramm CO2 pro Kilometer (Messung nach WLTP Zyklus) fällt der Wert auf dann nur noch 93,6 Gramm. Die Hersteller, die das Ziel nicht erreichen, müssen 95 Euro pro abgesetztem Auto und Gramm über dem Zielwert an Strafe zahlen. Und wer im vierten Quartal ein neues Elektroauto bestellt, der sollte vor Anfang Januar aus besagtem Grund nicht mit einer Auslieferung rechnen – zumindest bei Herstellern, die auf die Senkung der Flottenwerte angewiesen sind.

Purzeln bald die Preise?

Folglich ist zu erwarten, dass nicht nur beim ID.3, sondern bald auch bei anderen Modellen und anderen Herstellern die Preise für Elektroautos fallen dürften. Volkswagen müsste Berechnungen zufolge im Jahr 2025 einen E-Auto-Anteil von 25 Prozent und einen Plug-in-Hybrid-Anteil von elf Prozent aufweisen, um Strafzahlungen zu entgehen. Beide Werte liegen deutlich über den aktuellen Anteilen.

Nicht nur VW steht vor immensen Herausforderungen in Sachen Flottenzielwert. So müsste Ford seinen Elektroauto-Anteil von derzeit 5 auf 23 Prozent erhöhen, die Marken der Stellantis-Gruppe den Wert in Summe immerhin von 9 auf 18 Prozent verdoppeln. Etwas näher dran sind bereits BMW und Mercedes, hier müsste der Anteil von zuletzt 19 sowie 18 Prozent “nur” auf 24 Prozent steigen.

Toyota beispielsweise muss sich derzeit noch nicht derart strecken, weil der Großteil der Flotte ohnehin mit einem Hybridantrieb ausgestattet ist, der deutlich CO2 einspart. So müssen die Japaner ihren reinen E-Auto-Absatz nur auf niedrigem Niveau von 3 auf 7 Prozent erhöhen. Doch in den kommenden Jahren dürfte auch diese Strategie zunehmend nicht mehr ausreichen, um die EU-Vorgaben zu erfüllen – außer sie verkaufen mehr Elektroautos, wie es nun VW versucht.

Quelle: Volkswagen-Konfigurator; Electrive – VW senkt Grundpreise für alle Varianten des ID.3 um 3.570€

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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