VW-Plattform Gaia in China: Autos lernen mit KI

VW-Plattform Gaia in China: Autos lernen mit KI
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Volkswagen | Ralf Brandstätter, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für China

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Volkswagen stärkt seine Rolle auf dem chinesischen Markt mit einer neuen Technik, die direkt in China entwickelt wurde. Dabei geht es nicht um klassische Motorentechnik, sondern um automatisiertes Fahren. Das neue System soll dafür sorgen, dass Autos sich sicherer, vorausschauender und natürlicher im dichten Verkehr bewegen. Entwickelt wurde es für die besonderen Anforderungen chinesischer Städte.

Schon bald wird ein erstes Modell der Marke Volkswagen mit der neuen Technik ausgestattet. Weitere folgen ab dem nächsten Jahr, vor allem in der Kompaktklasse. Damit richtet sich das System auch an Kundinnen und Kunden, die beim Autokauf besonders auf den Preis achten. Der Konzern nutzt dabei eine Plattform, die speziell für China entwickelt wurde. Hinter dem System steckt ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Carizon. Volkswagen hat es gemeinsam mit dem chinesischen Technologieunternehmen Horizon Robotics gegründet. Ziel war es, automatisierte Fahrfunktionen direkt in China für den chinesischen Markt zu entwickeln. Mehr als 500 Fachleute arbeiten daran, vor allem in Peking und Shanghai. Diese Zusammenarbeit hilft Volkswagen, schneller zu reagieren und neue Technik rasch auf die Straße zu bringen.

Ein zentrales Element der neuen Technik ist eine datenbasierte Plattform mit dem Namen Gaia. Diese Plattform sammelt jeden Tag riesige Mengen an Informationen – bis zu zwei Terabyte pro Auto. Die Daten stammen aus echten Fahrsituationen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz werden sie ausgewertet und genutzt, um die Software des Fahrassistenten weiter zu verbessern. Dadurch lernt das System ständig dazu.

Ein großer Vorteil von Gaia: Die Datenanalyse läuft deutlich schneller als bei herkömmlichen Systemen. So lassen sich neue Funktionen schneller testen und umsetzen. Gleichzeitig sinken die Kosten für die Entwicklung. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass das Auto sicher und verlässlich unterwegs ist. Die Nachfrage nach solchen Fahrassistenten steigt in China spürbar. Schon heute verfügen viele neue Autos über Systeme, die zumindest auf Autobahnen eigenständig agieren. In den kommenden Jahren sollen immer mehr dieser Funktionen auch im Stadtverkehr verfügbar sein. Fachleute gehen davon aus, dass bis 2030 ein Großteil der neuen Autos in China damit ausgestattet ist.

Für Volkswagen ist das ein klares Zeichen: Wer in China erfolgreich sein will, muss vor Ort entwickeln. Deshalb investiert der Konzern gezielt in lokale Technikteams. So entsteht Wissen, das speziell auf die chinesischen Verkehrsbedingungen abgestimmt ist. Gleichzeitig verkürzen sich Entscheidungswege, und neue Produkte kommen schneller auf den Markt. Auf der Messe in Shanghai zeigt der Konzern nicht nur das neue Fahrassistenzsystem, sondern auch neue Elektroautos, die speziell für China entwickelt wurden. Audi und Volkswagen präsentieren dort Modelle, die nur auf dem chinesischen Markt erhältlich sein werden. Insgesamt will der Konzern in den nächsten Jahren über 20 neue E-Autos in China auf den Markt bringen. Bis 2030 sollen es sogar rund 30 vollelektrische Modelle sein.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 17.04.2025

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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