VW-Finanzchef: E-Auto-Preise müssen deutlich runter

VW-Finanzchef: E-Auto-Preise müssen deutlich runter
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

In einem Interview, das eigentlich für interne Zwecke bestimmt war, aber nach außen gedrungen ist, spricht sich Volkswagen-Finanzchef Arno Antlitz dafür aus, dass die Preise für Elektroautos deutlich sinken müssten. Allerdings benennt er in diesem Zusammenhang auch Schwierigkeiten. Das Portal News38 zitiert Antlitz: „Premiumkosten und Mobilität für alle passen nicht zusammen. Dies gilt insbesondere für unsere deutschen Werke, die derzeit das Gros unserer Elektrofahrzeuge bauen.“

Damit die Preise für die Elektroautos auf das Niveau eines „Volks-Wagens“ sinken und für einen größeren Teil der Bevölkerung bezahlbar werden, müssten in den Werken die Kosten runter und die Produktivität rauf, führt Antlitz demnach aus. Vor allem das bereits beschlossene Performanceprogramm müsse dafür noch besser umgesetzt werden. Dies wiederum lässt offenbar die Gewerkschaften bereits aufhorchen. News38 schreibt: „Die Befürchtung: VW könne deshalb bei Verhandlungen um den Haustarifvertrag Lohnverzicht ins Spiel bringen.“

Besonders knifflig ist in diesem Zusammenhang, dass die Margen für Volkswagen bei Elektroautos derzeit noch vergleichsweise niedrig seien. So sagt Antlitz in besagtem Interview: „Ich könnte jetzt ausführen, dass eine Marge von vier Prozent, schlichtweg zu wenige freie Mittel erwirtschaftet, um sich ihre Investitionen in die Zukunft leisten zu können.“ 

Das Programm mit dem Namen “Accelerate Forward” strebt eine Steigerung der Rendite der Kernmarke VW bis 2026 auf 6,5 Prozent an. Durch verschiedene Maßnahmen, darunter die Verringerung der Personalkosten, soll dieses Ziel erreicht werden. Für die davon betroffenen Mitarbeiter werden alternative Lösungen wie Aufhebungsverträge und Altersteilzeit-Modelle angeboten. Die frei werdenden Stellen werden größtenteils nicht neu besetzt, was den Einstellungsstopp des Unternehmens unterstützt.

Eine der Schlüsselinitiativen ist zudem die Beschleunigung der Entwicklungszeit für neue VW-Modelle. Bis 2028 soll die Entwicklungszeit von 50 auf 36 Monate verringert werden. Dies soll es ermöglichen, neue Autos schneller auf den Markt zu bringen, ohne Kompromisse bei Qualität und Sicherheit einzugehen.

Quelle: News38 – „VW: Internes Schreiben aufgetaucht – Finanzchef macht knallharte Ansage“

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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