Volvo Trucks ist Marktführer bei Elektro-Lkw in Europa und Nordamerika

Volvo Trucks ist Marktführer bei Elektro-Lkw in Europa und Nordamerika
Copyright:

Volvo Trucks

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Zum laut eigener Aussage fünften Mal in Folge ist Volvo Trucks Marktführer im Segment der schweren Elektro-Lkw ab 16 Tonnen in Europa, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Das Unternehmen hält demnach einen Marktanteil von 47 Prozent in Europa. Auch in Nordamerika habe Volvo eine führende Position im Segment der schweren E-Lkw.

2024 hat Volvo demnach 1970 Elektro-Lkw in Europa abgesetzt. Die fünf wichtigsten Märkte waren Deutschland, die Niederlande, Schweden, Norwegen und die Schweiz. Auch in Nordamerika nimmt Volvo Trucks mit einem Marktanteil von über 40 Prozent im Segment der schweren Elektro-Lkw im Jahr 2024 eine führende Position ein.

„Wir sind stolz darauf, den Wandel hin zu einem emissionsfreien Transport anzuführen. Wir verfügen über ein sehr starkes Portfolio an Elektro-Lkw für den Regional-, Stadt- und Baustellenverkehr. Unser nächster E-Lkw wird längere Strecken von bis zu 600 Kilometern mit einer einzigen Ladung zurücklegen können“, sagt Roger Alm, President Volvo Trucks.

Volvo-Elektro-Lkw-Verbreitung-Europa
Die Karte zeigt den Zuwachs an Aktivitäten durch elektrische Volvo Trucks in Europa von Anfang 2023 (links) bis Mitte 2024 (rechts). Die rot markierten Strecken zeigen, wo die meisten Elektro-Lkw von Volvo im Einsatz sind. / Volvo

Volvo Trucks hat 2019 mit der Serienproduktion von elektrischen Lkw begonnen und hat mittlerweile acht rein elektrische Lkw-Modelle im Portfolio. Insgesamt wurden weltweit mehr als 4800 Elektro-Lkw an Kundinnen und Kunden ausgeliefert.

Ladeinfrastruktur und TCO können und sollten noch besser werden

„Die Nutzung unserer elektrischen Lkw nimmt rasant zu. Unsere gesamte Flotte hat mittlerweile mehr als 140 Millionen Kilometer im Kundeneinsatz zurückgelegt. Immer mehr Elektro-Lkw sind unterwegs, erreichen neue geografische Gebiete und reduzieren Tag für Tag die Emissionen unserer Kundinnen und Kunden. Das ist großartig zu sehen“, sagt Roger Alm weiter.

Allen Erfolgen zum Trotz sprechen wir aber noch von relativ geringen Stückzahlen: Im Jahr 2024 lag der Anteil von E-Lkw in Europa bei lediglich 1,3 Prozent. Eine breitere Akzeptanz von Elektro-Lkw hänge von mehreren Faktoren ab, darunter der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur einschließlich der Netzkapazität, eine attraktivere Gesamtbetriebskostenrechnung (Total Cost of Ownership, TCO) für Transportunternehmen, öffentliche Beschaffungsmaßnahmen für emissionsfreien Verkehr und eine nachhaltige Lieferkette.

„Um den Übergang zu einem emissionsfreien Verkehr zu beschleunigen, reicht es nicht aus, Elektro-Lkw zur Verfügung zu stellen. Unsere Analyse zeigt, dass bis 2030 rund 40.000 Schnellladestationen entlang der europäischen Straßen benötigt werden, um eine potenzielle Flotte von 400.000 Elektro-Lkw zu unterstützen. Außerdem brauchen wir wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die den Betrieb von Elektro-Lkw für alle Transportunternehmen rentabel machen“, erklärt Roger Alm. „Wir stehen in engem Dialog mit allen Beteiligten, denn es ist klar, dass noch viel mehr getan werden muss – und zwar dringend – um sicherzustellen, dass die Umstellung schneller vorankommt.“

Quelle: Volvo Truck – Pressemitteilung vom 04.03.2025

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektro-Lkw

Knapp 1 Million Tonnen: Elektro-Lkw führen zu signifikanten CO2-Einsparungen

Knapp 1 Million Tonnen: Elektro-Lkw führen zu signifikanten CO2-Einsparungen

Tobias Stahl  —  

Trotz ihrer noch recht geringen Marktanteile sparen E-Lkw und -Transporter in Deutschland schon beachtliche Mengen CO2 ein, wie eine aktuelle Analyse zeigt.

Logistikfirma und ihre Fahrer profitieren von Elektro-Lkw

Logistikfirma und ihre Fahrer profitieren von Elektro-Lkw

Laura Horst  —  

Eine Logistikfirma aus Bietigheim hat ihre Flotte zur Hälfte elektrifiziert und die Fahrer inzwischen von den Vorteilen der E-Lkw überzeugt.

Warum nicht der E-Lkw das größte Problem der Logistik ist

Warum nicht der E-Lkw das größte Problem der Logistik ist

Sebastian Henßler  —  

Nicht der E-Lkw ist das Problem, sondern Ladeinfrastruktur, Netzanschluss und Planung. Warum Logistiker beim Umstieg scheitern und wie Full Service helfen kann.

Daimler Buses baut in München Ladestationen für E-Bus-Fernverkehr auf

Daimler Buses baut in München Ladestationen für E-Bus-Fernverkehr auf

Michael Neißendorfer  —  

Daimler Buses hat eine klare E-Roadmap für die Elektrifizierung seiner Fahrzeuge – und woher der Strom kommen soll, damit sie auch Langstrecken schaffen.

MAN liefert 63 Elektrobusse nach Vorarlberg

MAN liefert 63 Elektrobusse nach Vorarlberg

Michael Neißendorfer  —  

Nicht nur die Zahl an ausgelieferten E-Bussen ist rekordverdächtig: ÖBB Postbus hat zudem den größten E-Bus-Ladestandort in ganz Österreich aufgebaut.

Umfrage: Akzeptanz für E-Lkw steigt, Wasserstoff wird unattraktiver

Umfrage: Akzeptanz für E-Lkw steigt, Wasserstoff wird unattraktiver

Michael Neißendorfer  —  

Die Logistikbranche sieht die Zukunft bei E-Lkw, das Interesse an Wasserstoff hat deutlich nachgelassen. Wichtig für den Hochlauf: Wissensdefizite abbauen.

Brennerachse: E-Lkw laden jetzt mit bis zu 1000 kW

Brennerachse: E-Lkw laden jetzt mit bis zu 1000 kW

Sebastian Henßler  —  

An der Brennerautobahn entsteht neue Ladeinfrastruktur für E-Lkw. In Vahrn laden E-Trucks mit bis zu 1000 kW und nutzen dabei reguläre Fahrpausen effizient.